Immobilien : Wie Risse und Löcher verschwinden Mit Spachtelmasse Wände glätten

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Viele Heimwerker streichen oder tapezieren ihre Wohnung selbst. Damit jedoch im hellen Tageslicht keine Buckel und Unebenheiten auf den frisch renovierten Wänden die Freude trüben, muss vor solchen Schönheitsreparaturen der reparaturbedürftige Untergrund immer exakt geglättet werden. Denn neue Tapeten verbergen ebenso wie neue Farbe weder Risse im Putz noch Dübellöcher.

„Wandrisse entstehen besonders häufig bei Neubauten in den ersten sieben Jahren durch das Setzen des Gebäudes“, erklärt Hans-Jochen Bretschneider von der Deutschen Heimwerker Akademie (DHA) in Leonberg. Aber auch in Altbauten sind Rissbildungen nichts Außergewöhnliches.

Von der Größe des Schadens hängt es ab, mit welcher Technik der Innenputz am besten saniert wird. „Sehr große Risse sollte immer ein Handwerker reparieren“, rät der Experte. Denn nur ein Profi könne große Schäden fachgerecht mit Quellmörtel verpressen. An das Ausspachteln von kleineren Schäden oder Dübellöchern dürften sich Heimwerker dagegen selbst wagen.

Zur Reparatur des Putzes müssen zuerst alle losen Mörtelteile entfernt werden. Bei stark sandenden Putzen sollte dann die Wand mit Tiefgrund gestrichen werden, damit der Putz sich verfestigt, Im Anschluss gilt es, die Risse mit der Spitze eines Spachtels keilförmig auszukratzen und dadurch zu verbreitern. Nur so lässt sich gewährleisten, dass sie durch die Spachtelmasse vollständig aufgefüllt werden.

Spachtelmasse aus Pulver lässt sich mit Wasser anrühren. Für kleinere Reparaturen gibt es auch bereits gebrauchsfertige Masse aus der Tube. Angeboten wird auch elastische Spachtelmasse. Diese ist für Reparaturen im Bereich von Fenstern und Türen geeignet.

Wenn eine sanierte Wand tapeziert werden soll, reicht es aus, den Riss mit Spachtelmasse zu verfüllen und gut glatt zu ziehen. Bleibt die glatt gezogene Stelle sichtbar, muss der Heimwerker in solchen Fällen versuchen, mit einem Pinsel die Struktur des Putzes in der noch feuchten Spachtelmasse nachzuahmen.

Zur Beseitigung von Wandrissen werden auch so genannte Rissbrücken angeboten. Dabei handelt es sich um elastische Spezialvliese. Nach dem Aufkleben kann sofort mit dem Tapezieren begonnen werden. Allerdings kann bei einer dünnen Tapete die Rissbrücke durchscheinen. In einem solchen Fall müsse nach Ansicht des Experten Bretschneider eine Untertapete angebracht werden, was zusätzliche Zeit und vor allem Mühe koste. Daher hält er das Ausspachteln und Glätten für die bessere Methode. dpa/gms

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