Wohnen in der Elbphilharmonie : Zwischen Himmel und Elbe

Im 24. Stock der Hamburger Elbphilharmonie entsteht ein Luxuspenthouse in 3D-Bauweise.

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Wie aus einem Guss. Die mehr als 1000 Apartment-Bauteile wurden in Bayern produziert und werden derzeit auf dem Konzerthaus zusammengefügt.
Wie aus einem Guss. Die mehr als 1000 Apartment-Bauteile wurden in Bayern produziert und werden derzeit auf dem Konzerthaus...Rendering: Brückner Architekten

Wer hier einzieht, hat nicht nur eine spektakuläre Aussicht, sondern auch einen kurzen Weg in den Konzertsaal: In der Hamburger Elbphilharmonie, die am kommenden Mittwoch eröffnet wird, entsteht derzeit auf rund 200 Quadratmetern ein futuristisch anmutendes Penthouse-Apartment. Geplant mit Hilfe von 3D-Technik, komplett in Bayern vorproduziert und in mehr als 1000 Einzelteile zerlegt, wird der Innenausbau seit Jahresbeginn auf dem Konzerthaus zusammengefügt.

Vier Penthouse-Wohnungen wird es insgesamt geben; noch nicht alle haben einen Käufer gefunden. Zu den Preisen heißt es unisono: keine Angaben. Die Hamburger Morgenpost will von 35 000 Euro pro Quadratmeter für die teuerste Wohnung an der Spitze der Elbphilharmonie wissen. Mitte 2018 sollen die Erwerber einziehen können.

Der leere Rohbau wurde komplett mit einem Laserscanner vermessen

Mit dem Ausbau des außergewöhnlichen 3D-Apartments hat der Eigentümer das Münchner Büro Brückner Architekten beauftragt. Innenarchitektin Irena Richter entwarf dafür „strahlend weiße, amorphe Räume, wie man sie in einem modernen Gebäude der von den Baseler Stararchitekten Jacques Herzog und Pierre de Meuron entworfenen Elbphilharmonie sicher nicht erwarten würde“, heißt es aus dem Büro Brückner.

Das 3D-basierte Bauverfahren war einer besonderen Herausforderung geschuldet: „Die Baumaßnahmen in einem relativ späten Zeitfenster durften die Endphase der Fertigstellung der Elbphilharmonie nicht behindern“, erklären die Architekten. Deshalb sei für den Ausbau nur eine Vorfertigung infrage gekommen.

Für die Planunterlagen wurde der leere Rohbau mit einem Laserscanner vermessen und in einem räumlichen Computermodell abgebildet. Die so entstehenden Wand- und Deckenschalen „zerlegte“ der Computer wiederum in Einzelteile, die schließlich aus Porenbeton und Gipskarton gefräst wurden und auf der Baustelle wieder zusammengesetzt werden.

Insgesamt wird das Konzerthaus an der Elbe 44 Wohnungen mit Flächen zwischen 120 und 400 Quadratmetern sowie ein Hotel beherbergen.

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