Immobilien : Wohnungen sind in Berlin zu teuer

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In einem überregionalen Vergleich der Miet und Kaufpreise von Immobilien hat das Magazin „Focus Money“ einen klaren Vorteil für Mieter in Berlin festgestellt. Nach Angaben des Magazins kostet die Miete für eine 70 Quadratmeter große Wohnung in der Hauptstadt rund 518 Euro. Dagegen schlage trotz des historischen Niedrigstzinses der Kredit für den Erwerb einer vergleichbaren Wohnung mit 556,68 Euro monatlich zu Buche. Dabei geht die Studie von einem Kaufpreis in Höhe von 175000 Euro aus.

Zu einem ähnlichen Ergebnis kommen die Marktforscher der Deutschen Bank Research. Diese stellten in einer großen Studie über den Wohnungsmarkt fest, dass Immobilien in Berlin teurer als in München sind – wenn man die Preise ins Verhältnis zum verfügbaren Einkommen stellt. Die Studie macht jedoch potenziellen Käufern aber Hoffnung: Die Forscher gehen von einem weiteren Rückgang der Wohnungspreise aus, sobald die internationalen Fondsgesellschaften die jüngst erworbenen Bestände von Wohnimmobilien in kleineren Stückzahlen wieder auf den Markt bringen. In Berlin hat unter anderem der Fonds Cerberus durch den Erwerb der zuvor landeseigenen Wohnungsbaugesellschaft GSW, sowie einem größeren Paket von Wohnungen aus Privatbesitz mehrere zehntausend Wohnungen erworben. Sobald einen Teil dieser Immobilien auf den Markt kommen, werde das Wohnungsangebot steigen und dadurch die Preise weiter fallen. Der Berliner Immobilienmarkt war durch die Spekulationswelle nach der Wiedervereinigung überhitzt. Doch seit inzwischen etwa zehn Jahren fallen die Preise . Der Gutachterausschuss für Grundstückswerte, der jüngst die Verkäufe aus dem Jahr 2004 ausgewertet hat, stellte erneut sinkende Grundstückswerte fest. ball

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