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Wolkenkratzer in der City Ost : Im Dreisprung in die Brache

03.11.2012 00:00 Uhrvon
30 Stockwerke, 20 Stockwerke, 14 Stockwerke. Die drei Baukörper von „The Square3“ sehen die Projektentwickler im Kontext eines Siegertreppchens. Mehr als Fantasie sind jetzt Geldgeber gefragt.Bild vergrößern
30 Stockwerke, 20 Stockwerke, 14 Stockwerke. Die drei Baukörper von „The Square3“ sehen die Projektentwickler im Kontext eines Siegertreppchens. Mehr als Fantasie sind jetzt... - Simulation: Moritz Gruppe GmbH/LAVA

Bebauungsplan verabschieden, Investoren finden, Hochhäuser errichten – das sind die nächsten Schritte für das Projekt The Square3.

Lichtenberg will mit seinem Ortsteil Alt-Hohenschönhausen nun hoch hinaus: Mit dem Sportforum Berlin im Rücken soll hier auf einer 62 000 Quadratmeter großen Grundstücksfläche so etwas wie eine „City Ost“ mit bis zu 5000 neuen Alt-Hohenschönhausenern entstehen. Die City Ost darf auf ihren drei Baufeldern durchaus in den Himmel wachsen, wenn es nach Projektentwickler Dirk Moritz geht. „Wir planen dreißig Stockwerke – es können aber auch 33 werden“, sagte er am Donnerstag anlässlich der Vorstellung des Projektes. „Wir wollen mal sehen, ob wir hier das größte Hochhaus in Berlin hinbekommen.“

Das Areal – ein ehemaliges TLG-Gelände – liegt an der Konrad-Wolf- Straße/Ecke Weißenseer Weg und ist derzeit noch eine unansehnliche Brache in Alt-Hohenschönhausen.

Der Ortsteil befindet sich in unmittelbarer Nähe zu Europas größtem innerstädtischen Naturschutzgebiet, zu dem der Faule See, der Orankesee, der Obersee und der Volkspark Prenzlauer Berg gehören. Von Europas größtem Sportzentrum bis zum Alexanderplatz sind es 4,9 Kilometer – die Fahrtzeit mit dem Auto beträgt unter zehn Minuten.

Und doch würden wohl vor allem nur Lichtenberger diese Lage mit City assoziieren: Die Brache, die unter anderem mit 350 bis 400 zusätzlichen Wohnungen bebaut werden soll, fügt sich (noch) in ein wenig vorteilhaftes Bild des Bezirks. Lichtenberg – so räumte auch Moritz ein – wird vor allem mit Plattenbauten, Stasi und Hartz IV in Verbindung gebracht. Investoren unterschreiben hier die Verträge nicht blind – wie bei vergleichbaren Vorhaben in Prenzlauer Berg, Mitte oder Friedrichshain: „Hohenschönhausen ist aus Sicht der Banker nicht Kategorie C, sondern Kategorie X.“ Das soll sich unter dem Projekttitel The Square3 ändern – es soll so etwas wie das Eingangstor nach Lichtenberg werden. „Ein Highlight für Berlin“ (Moritz).

Eine internationale Investorengemeinschaft hat die Fläche bereits 2010 erworben. Nun geht es darum, das Projekt zu entwickeln. Und das heißt: ein Bebauungsplan muss her und jede Menge Geld, das wohl nur auf internationalen Märkten zu beschaffen ist. Projektentwickler Moritz hat für den Januar und Februar schon einmal Termine mit potenziellen Investoren in Shanghai und London ausgemacht. Auf einem Stadtplan hat er eine „Entfernungsspinne“ aufgezeichnet, damit auch jenseits der Berliner Stadtgrenzen verständlich wird, dass diese Lage keine schlechte ist.

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