Immobilien : Würziger Zwerg: Das Bohnenkraut

W.H.

DER ROTE PUNKT

Jede Woche gibt der Botanische Garten eine Liste mit besonders sehenswerten Pflanzen heraus, die durch ihre Blüten oder auch Früchte beeindrucken. Sie sind auf dem Gelände oder in den Gewächshäusern mit einem roten Punkt gekennzeichnet. Aus Platzgründen können wir nur jeweils ein Gewächs vorstellen. Der Garten ist täglich von 9 Uhr an geöffnet, die Gewächshäuser am Wochenende ab 10 Uhr. Weitere Informationen im Internet unter www.bgbm.org .

Freiland. Wer Bohnenkraut bislang nur frisch oder getrocknet als Gewürz kennt und noch nie die blühende Pflanze gesehen hat, kann das jetzt nachholen. Im Bereich „Nordwestdeutsche Heide“ zeigt die „Pflanze der Woche“, das Winterbohnenkraut (Satureja montana), seine zarten Blüten. Dieser immergrüne Zwergstrauch mit seinen vielen Zweigen und den schmalen, lanzettenförmigen, dunkelgrünen Blättern, wird zehn bis 50 Zentimeter hoch.

Bohnenkraut war schon bei den Römern bekannt, die Griechen schrieben ihm aphrodisische Kräfte zu. Heute dient die Pflanze mit ihrem pfefferähnlichen Geschmack als Würze für Bohnen, Erbsen, Suppen, Fisch-, Fleisch- und Eierspeisen. Sie wirkt Appetit anregend und fördert die Verdauung. Als Tee wird sie gegen Husten und Verschleimung der Bronchien getrunken.

Das Winterbohnenkraut ist eine anspruchslose Pflanze. Sie liebt Sonne, benötigt einen nährstoffreichen Boden und gedeiht sowohl im Garten als auch im Topf.

Wie stets in der Botanik sind die verwandtschaftlichen Verhältnisse etwas kompliziert. Das Bohnenkraut gehört zur Familie der Lippenblütengewächse (Labiatae) mit circa 200 Gattungen. Eine davon ist Satureja mit 30 Arten, darunter Satureja montana.

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