Immobilien : Wüstenrot: Mehr kleine Bausparverträge

Die Bausparkasse Wüstenrot setzt auf kleinere Bausparverträge zur Finanzierung und Modernisierung von Immobilien. „Wir sind dabei, in Richtung kleinerer Verträge umzuschichten“, sagte Vorstandschef Bernd Hertweck der Nachrichtenagentur dpa. Die Stückzahlen seien 2013 deutlich gestiegen. Der durchschnittliche Bausparvertrag habe derzeit ein Volumen von etwa 37 000 Euro. Der Anteil der Verträge mit Bausparsummen unter 50 000 Euro ist den Angaben zufolge von rund zwei Drittel auf drei Viertel des Neugeschäfts gestiegen.

Immer mehr Bausparer wollten mit dem Geld eine bestehende Immobilie modernisieren, der Anteil der Finanzierung von Haus- oder Wohnungskauf gehe dagegen zurück. Einer Studie von TNS Infratest zufolge, die Wüstenrot in Auftrag gab, wohnen vier von zehn Bundesbürgern in einer Immobilie, die bereits energetisch modernisiert wurde. 15 Prozent planen dies in den kommenden zwei Jahren.

Bis Oktober sei das Bruttoneugeschäft wie in den ersten neun Monaten des Jahres um drei Prozent auf 13,1 Milliarden Euro gestiegen. Das Volumen des eingelösten Neugeschäfts – also der neuen Bausparverträge, auf die Geld eingezahlt wurde – sei bis Oktober um fünf Prozent auf 10,2 Milliarden Euro gestiegen. Das Ergebnis der Bausparkasse sei durch den aktuellen Konzern-Umbau beeinträchtigt, der in diesem Jahr mit einem zweistelligen Millionen-Euro-Betrag zu Buche schlagen wird. Bis Ende 2015 streicht der Mutterkonzern W&W 800 von 7900 Stellen – 300 davon bei der Bausparkasse. Auch das niedrige Zinsniveau macht dem Finanzkonzern zu schaffen. Die Bausparkasse plane auf lange Sicht mit niedrigen Zinsen, sagte Hertweck. „Eine Kündigung wegen des niedrigen Zinsniveaus ist ausgeschlossen.“ Einzelnen Kunden würden aber Neuverträge angeboten, durch die sie dann auch niedrigere Darlehenszinsen abbezahlen müssen. dpa

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