Immobilien : ZETTELKASTEN

-

Pflanze nie vor

der Kalten Sophie

„Die Eisheiligen abwarten“, heißt es bei erfahrenen Gärtnern, wenn es darum geht, Kübelpflanzen dauerhaft ins Freie zu stellen, Sommerblumen auszupflanzen oder empfindliche Sämereien in den Boden zu bringen. Doch mit dem pünktlichen Erscheinungstermin der frostigen Gesellen hapert es. Erwartet werden Mamertus, Pankratius, Servatius, Bonifatius und die Kalte Sophie seit der Einführung des gregorianischen Kalenders vom 11. bis 15. Mai. Sie verkörpern im Volksglauben die letzte mögliche Kälteperiode mit Nachtfrostgefahr. Die alte Wetterregel beruht zwar auf jahrhundertealten Erfahrungen und Beobachtungen von Bauern, trifft aber seit einigen Jahren nicht mehr zu. Denn seit 1998 sind die klassischen Eisheiligen in Deutschland praktisch ausgefallen. Zu solchen Kaltluftvorstößen aus nördlichen Breiten kann es kommen, wenn nach den ersten frühsommerlich warmen Tagen sich zwischen dem 10. und 20. Mai die Großwetterlage ändert und der Wind kräftig zwischen Nordwest und Nordost dreht. Da sind dann Temperaturstürze von bis zu 15 Grad Celsius nicht selten, und es kann bei Aufklaren zu Nachtfrösten kommen. Das geschieht immer dann, wenn die trockene Kaltluft polaren Ursprungs direkt von Skandinavien oder in einer Rechtskurve von Nordwestrussland her kommt. Solche überraschenden Kälteeinbrüche halten sich jedoch nicht an einen festen Termin, so dass die Kalte Sophie auch nach dem 15. Mai auftreten kann. W.H.

Berliner Kakteen-Tage

im Botanischen Garten

Im Neuen Glashaus des Botanischen Gartens finden vom 17. bis 20. Mai (jeweils 9 bis 20 Uhr 30) die traditionellen Berliner Kakteen-Tage statt, veranstaltet von den Vereinen „Kakteenfreunde Berlin“ und „Deutsche Kakteen-Gesellschaft“. Neben der umfangreichen Ausstellung einzigartiger Kakteen und Sukkulenten werden auch Exponate mit Bromelien, Tillandsien und Orchideen präsentiert. In einer Sonderschau wird die „Kanarische Flora“ gezeigt. Rund 20 Händler bieten ihre Pflanzen an und Fachleute geben Ratschläge zu Kultur- und Pflegeproblemen. Das Kombiticket kostet sechs Euro, ermäßigt 3,50 Euro. Tsp

Vor dem Pflanzen

die Erde erneuern

Die Erde in Blumenkästen sollten vor der frischen Bepflanzung im Frühjahr ausgetauscht werden, denn in der Regel ist sie durch das ständige Gießen verschlämmt, erklärt der Zentralverband Gartenbau. Das frische Substrat muss eine stabile Struktur besitzen, die für viel Luft an den Wurzeln sorgt. Außerdem sind Tonanteile wichtig, die das Wasserhaltevermögen verbessern und Düngefehler ausgleichen. Wer sich das ständige Düngen sparen will, mischt gleich Langzeitdünger mit in die Erde. Ausreichenden Wurzelraum bieten Kästen von 20 Zentimetern Höhe und Breite. Kleinere Kästen trocknen zu rasch aus. Schon ein Mal benutzte Kästen sollten mit heißem Wasser und Bürste von Erd- und Pflanzresten befreit werden. Auf diese Weise wird die Übertragung von Krankheiten vermieden. Neue Kästen bekommen, sofern nicht bereits vorhanden, an den vorgesehenen Stellen Abzuglöcher. dpa/Tsp

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben