ZUR GESCHICHTE : Kinderstadt in der Königsheide

Kunst am Eingangstor.
Kunst am Eingangstor.Foto: Kitty Kleist-Heinrich

Das Kinderheim A. S. Makarenko in der Südostallee 132/134 in Berlin-Johannisthal wurde 1952/53 errichtet und bot Platz für 600 Kinder und Jugendliche – das größte Kinderheim der DDR. Konzipiert war es als Kinderstadt mit Säuglings- und Kleinstkinderstation, Schule, Sportplatz, Ambulatorium und Unterkünften.

Heute steht der Komplex unter Denkmalschutz. Nach der Wende diente er bis 1997 als sozialpädagogisches Zentrum für psychisch und physisch geschädigte Kinder sowie junge Straftäter. Danach wurden nur noch Teile des Areals genutzt, etwa vom Gesundheitsamt Treptow- Köpenick.

2008 verkaufte der Liegenschaftsfonds einen Großteil der Anlage an eine Firma mit ausländischem Hintergrund. Diese veräußerte sie 2012 an den Investor aus Würzburg, der hier bis zum Jahr 2016 rund 300 Wohnungen schaffen will.

Benannt war das Heim nach Anton Semjonowitsch Makarenko (1888–1939), einem einflussreichen Pädagogen der Sowjetzeit.

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