Wirtschaft : Immobilienaktie als Anlagemix

BARBARA KUSSEL (HB)

Neuer Aktienführer gibt detailreichen MarktüberblickVon BARBARA KUSSEL (HB)

­"Aktie", "Immobilie" oder "Immobilienfonds"? Das fragen sich viele Anleger.Die "Immobilien-Aktie" als interessante Mischform und möglicher Teil der privaten Vermögensanlage beschreibt das jetzt vorgestellte Buch "Die deutsche Immobilien-Aktie 1997/98".Noch allerdings hat der Anteil solcher Papiere am deutschen Aktienmarkt im internationalen Vergleich Nachholbedarf, wenngleich die Marktkapitalisierung deutlich gestiegen ist: Sie wuchs von 6 Mill.DM im Jahr 1955 auf 10 Mrd.DM in diesem Jahr.In den USA sind es heute rund 85 Mrd.Dollar, vor knapp zehn Jahren waren es erst 6 Mrd.Dollar.Die Immobilienaktiengesellschaft, wie sie der Autor Norbert Paulsen versteht, sammelt Eigenkapital über die Börse und hält Immobilien, um sie langfristig zu vermieten.Sie ist also keine Maklerin oder Projektentwicklerin.Am Anfang der Firmengeschichte reinrassiger Immobilien-AGs stehen oft Brauereien, Textil- oder Bergbauunternehmen mit traditionell großem Grund- und Immobilienbesitz, der in eine AG ausgelagert worden ist.Hinzu kommt die noch kleinere Gruppe neugegründeter AGs, die mit dem Börsenkapital einen Immobilienbestand aufbaut und hält.Als wesentliche Vorteile der Immobilien-AG (gegenüber Einzelimmobilie oder geschlossenem Fonds) werden genannt: bessere Risikostreuung, leichtere Handelbarkeit ohne hohen Mindestbetrag.Der vom Stuttgarter Bankhaus Ellwanger + Geiger herausgegebene Aktienführer analysiert 55 deutsche börsennotierte Immobilien-AGs von A bis Z, darunter auch Werte wie Horten oder Harpen.Der Immobilienaktienführer soll alle zwei Jahre neu aufgelegt werden.Zu jedem Unternehmen werden Basisdaten geliefert.In gründlich recherchierten Kurzporträts beschreibt der Autor dann die Firmen.Spannend ist schon so mancher Rückblick zu lesen, klärt er doch, wie die jeweilige AG zu Immobilienbesitz gekommen ist.Brancheneinschätzungen, Umsatzkennzahlen für das abgelaufene und ein Ausblick auf das aktuelle Geschäftsjahr runden die Porträts ab.Basierend auf den Kennzahlen aus Bilanz sowie GuV-Rechnung, die für 1991 bis 1996 aufgelistet sind, legt der Bilanzanalytiker Paulsen Kurzanalysen vor.In einem anschließenden Kommentar bewertet der Autor die Immobilienwerte aus der Sicht der Anleger, schätzt Kurspotentiale und Risiken ein. "Die deutsche Immobilien-Aktie 1997/98", 288 Seiten, kostet 86 DM inkl.Porto und Versand, und ist zu bestellen bei Ellwanger + Geiger unter der Faxnummer 0711 / 214 8330.

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