• Immobilientochter der Bankgesellschaft relativ erfolgreich Verluste bei Immobilienverkäufen und Fonds geringer als befürchtet

Wirtschaft : Immobilientochter der Bankgesellschaft relativ erfolgreich Verluste bei Immobilienverkäufen und Fonds geringer als befürchtet

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(ball). Die Immobilientochter der Bankgesellschaft Berlin, IBAG, macht dem Konzern weniger Ärger als befürchtet. Nach Informationen des Tagesspiegels belaufen sich die Verluste aus den von der IBAG verwalteten Immobilienfonds des Konzerns auf 100 bis 120 Millionen Euro. Für die Fonds und die Abschirmung von Immobilienrisiken hatte das Land Berlin der Bankgesellschaft eine Bürgschaft von insgesamt 21,7 Milliarden Euro gegeben und zuletzt mit jährlichen Verlusten in Höhe von bis zu 300 Millionen gerechnet. Auch die Altlasten aus dem Fondsgeschäft, Immobilien im Wert von rund 3,5 Milliarden Euro, konnte IBAG abbauen. Sie verkaufte Objekte im Wert von 2,3 Milliarden Euro. Dabei verbuchte sie nach TagesspiegelInformationen Verluste in Höhe von etwa 50 Millionen Euro. Auch hier war man von höheren Einbußen ausgegangen, weil die Immobilien rasch auf einem krisengeschüttelten Markt verkauft werden mussten. Die Bestandsobjekte hatte die Firma erworben, um neue Fonds auflegen zu können. Nachdem die Bankgesellschaft in die Krise gerutscht war, wurde das umstrittene Geschäft schlagartig gestoppt.

Die IBAG meldet ferner, dass die Mehrzahl der Firmen in ihrem Verbund (DSK, IBI, Arwobau, Universal Immobilien) „schwarze Zahlen“ schreibe. Parallel zum Abbau von Altlasten betätige sich das Unternehmen als Projektentwickler. Laut IBAG-Chef Reinhardt Gennies sind drei große Gewerbeprojekte mit einem Volumen von 180 Millionen Euro in den vergangenen zwei Jahren realisiert worden. Die Immobilien seien „erfolgreich geplant, vermietet und dann auch noch mit Gewinn veräußert“ worden, so Gennies. Von den rund 2700 Eigenheimen und Eigentumswohnungen sei im Zuge der Sanierung mehr als die Hälfte verkauft. Zum Jahresende werde die Gruppe nur noch 800 Mitarbeiter beschäftigen, 60 Prozent weniger als vor Beginn der Restrukturierung.

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