Wirtschaft : Immobilienverkauf: Fallende Preise in Ostdeutschland

In Deutschland werden wieder mehr Häuser und Eigentumswohnungen gekauft, wie der Ring Deutscher Makler (RDM) berichtete. Die wirtschaftliche Entwicklung werde von den Anlegern, besonders nach der Verabschiedung der Steuerreform, positiv eingeschätzt und der Stimmungswechsel übertrage sich auch auf die Investitionsbereitschaft, sagte RDM-Geschäftsführer Gerhard Feldmann. Der Verband ermittelte eine Verteuerung für Einfamilienhäuser in den alten Bundesländern, wo er in den zurückliegenden zwölf Monaten einen Preiszuwachs von 1,4 Prozent (Vorjahr: zwei Prozent) beobachtete.

Im Bundesdurchschnitt kostet ein Einfamilienhaus mit 125 Quadratmetern Wohnfläche nach den Erhebungen 486 000 Mark. Günstig könne ein Haus derzeit in Norddeutschland auf dem regionalen Markt erworben werden. Dort kostet diese Immobilie im Schnitt 354 000 Mark, das entspreche einer Verteuerung von 0,7 Prozent. 440 000 Mark (plus 1,4 Prozent) müsse der Hauskäufer in Westdeutschland hinblättern, in Süddeutschland sogar 600 000 Mark (plus zwei Prozent). Geld sparen könne der Käufer jedoch in Ostdeutschland, wo der Durchschnittspreis um 1,4 Prozent auf 287 000 Mark für ein Einfamilienhaus gesunken sei. Das entspreche etwa 60 Prozent des Preisniveaus in den alten Bundesländern.

Preisnachlässe habe der Verband bei Wohnungseigentum ermittelt. Nach ersten Aufwärtstendenzen zum Jahreswechsel hätten die Preise um 1,2 Prozent nachgegeben. Im Jahr zuvor seien es 1,6 Prozent gewesen. Im Schnitt kostet der Quadratmeter einer Wohnung bei einer Größe von 70 Quadratmetern rund 2530 Mark.

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