Wirtschaft : In China suchen sie Fachkräfte Deutschen Firmen fehlt qualifiziertes Personal

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Peking – Es war schon einfacher für deutsche Unternehmen in China, Mitarbeiter zu finden. Inzwischen ist nicht nur der Personalbedarf der rund 5000 deutschen Unternehmen in der Volksrepublik gestiegen, auch die Zahl der chinesischen Mitbewerber im Kampf um gute Mitarbeiter wächst. „Die Unternehmen müssen extrem viel in die Qualifikation von Mitarbeitern investieren“, sagte Ulrich Walker, Präsident der Deutschen Handelskammer in Nordchina am Mittwoch in Peking. „Da wird es nicht gerne gesehen, wenn die qualifizierten Mitarbeiter zu anderen Unternehmen wechseln.“

Das drückt sich auch in den Ergebnissen der aktuellen Umfrage der Deutschen Handelskammer zur Geschäftszufriedenheit in China aus. Qualifiziertes Personal zu finden, ist demnach die größte Schwierigkeit. Fast ebenso problematisch wird das Halten von qualifizierten Mitarbeitern. Hinzu kommen steigende Arbeitskosten. Währungsschwankungen verlieren hingegen an Bedeutung, weil immer mehr Firmen in China für den dortigen Markt produzieren. Auch der Schutz geistigen Eigentums – hierzulande ein immer wiederkehrendes Thema – hat für deutsche Unternehmen in China eher untergeordnete Bedeutung und landete auf Platz 13 der Herausforderungen. An der Umfrage nahmen 319 der 1900 in der Handelskammer organisierten Unternehmen teil.

Trotz der Probleme bekennen sich die deutschen Unternehmen zum Standort China. Der Ausblick ist von leichtem Optimismus geprägt. Mehr als 70 Prozent der Firmen gehen davon aus, dass sie ihre Ziele weitestgehend erreichen werden. Eine Mehrheit erwartet auch in den kommenden Jahren steigende Umsätze und Gewinne. Dass das auch für die Automobilindustrie gilt, ist allerdings nicht ausgemacht. Vor allem die Zulieferer sehen sich vermehrt chinesischen Wettbewerbern gegenüber. Mit denen müssen sie auch um Mitarbeiter kämpfen. Benedikt Voigt

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