Wirtschaft : In den Fußstapfen der Väter

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Schwindelfrei muss man sein. Und man darf keine Angst haben. Mike Schaffrinna (28) aus Üllnitz bei Magdeburg erfüllt diese beiden Voraussetzungen. Er ist seit März 2005 Gerüstbauermeister . 53 Meter ging es dieses Jahr schon hinauf. „Wir haben ein Gerüst an einem Kirchturm gebaut“, sagt Schaffrinna. Ihm macht sein Beruf Spaß. Der Weg dorthin war vorgezeichnet. „Mein Vater hat 1990 einen Gerüstbaubetrieb gegründet“, sagt er. Den will der Sohn eines Tages übernehmen. Dafür ist Schaffrinna zwei Jahre an den Wochenenden nach Berlin zur Gerüstbauschule gefahren. Mit Erfolg: Mike Schaffrinna gehört mit einem Abschluss von 1,1 zu den besten Meistern.

„Man darf sich nicht die Butter vom Brot nehmen lassen“, sagt Janine Antoniak (23) aus Herzfelde im Landkreis MärkischOderland. Sie ist seit Juni 2005 Malermeisterin . „Auf dem Bau ist mir noch nie eine andere Frau begegnet“, sagt sie. Das sei nicht immer leicht und sie werde öfter belächelt . Doch bald wird sie den Herren zeigen, wo es langgeht. „Ich bin ab November Dozentin für Maler und Lackierer bei der Handwerkskammer Frankfurt an der Oder“, sagt die 23-Jährige. Aber das Verputzen, Tapezieren und Streichen vernachlässigt sie keineswegs. Schließlich will sie den Betrieb des Vaters übernehmen. „Ich bin mit dem Betrieb groß geworden und es wäre schade, alles, was wir aufgebaut haben, aufzugeben.“ dmo

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