Wirtschaft : In der Baubranche geht es wieder aufwärts

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Berlin - Das Baugewerbe trägt erstmals seit Jahren wieder zum Wachstum in Deutschland bei. Nach zehnjähriger Krise zog der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie am Freitag für das vergangene Jahr eine positive Bilanz, nur im Dezember gab es einen kleinen Einbruch. Die Auftragslage habe sich im vergangenen Jahr deutlich verbessert,vor allem im Wirtschaftsbau ging es aufwärts. Seit Sommer stellen die Firmen wieder Mitarbeiter ein, und auch der Ausblick auf das laufende Jahr 2007 fällt optimistisch aus.

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes vom Freitag stiegen die Auftragseingänge bei den Baufirmen (mit 20 und mehr Mitarbeitern) im Vergleich zum Vorjahr preisbereinigt um 2,5 Prozent. Das war der höchste Zuwachs seit elf Jahren. Besonders dynamisch ist demnach die Entwicklung im Hochbau (plus 4,3 Prozent).

Nur im Dezember ging die Zahl der Auftragseingänge zurück, um insgesamt 6,1 Prozent. Grund war nach Angaben des Hauptverbandes ein Kalendereffekt, da der Monat zwei Arbeitstage weniger hatte als der Dezember 2005.

Die insgesamt positive Entwicklung der Branche schlug sich aber nicht bei den Stellen nieder, zumindest nicht im statistischen Jahresdurchschnitt. Danach waren 710 000 Mitarbeiter in Lohn und Brot, und damit 7000 weniger als im Vorjahr. Mit Blick auf die einzelnen Monate sieht das etwas anders aus: Seit Sommer hat die Branche laut dem Hauptverband einen „stetigen Beschäftigungszuwachs“ verzeichnet. Und auch für das laufende Jahr erwartet der Branchenverband einen kräftigen Anstieg der Beschäftigtenzahl auf 722 000.

Das strukturschwache Berlin konnte von dem Aufschwung am Bau nicht profitieren. Die Bauumsätze gingen im vergangenen Jahr zurück, ebenso die Zahl der Betriebe und der Beschäftigten.

Wegen der guten Auftragslage erwartet der Hauptverband 2007 ein Umsatzplus von 3,5 Prozent. 2006 war der baugewerbliche Umsatz um 9,2 Prozent auf 81,2 Milliarden Euro gestiegen.pet/dpa

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