Wirtschaft : Industrie lobt Solarenergie

BERLIN . Das 100 000 Dächer-Solarstrom-Programm der Bundesregierung ist nach Ansicht des Vorsitzenden der Geschäftsführung der Siemens Solar GmbH, Gernot Oswald, hervorragend angelaufen. "Wenn das Programm wie geplant verwirklicht wird, wird der deutsche Photovoltaikmarkt in den nächsten sechs Jahren um jährlich mehr als 40 Prozent wachsen und die installierte Leistung von Solarzellen in Deutschland verzehnfachen", sagte Oswald zum Auftakt der dreitägigen internationalen Fachmesse für Photovoltaik und Solarthermie "Solar Energy 99" am Donnerstag in Berlin.

BP-Vorstandsmitglied Peter Knoedel kündigte an, die BP-Tochter "BP Solar" wolle mit der Übernahme der amerikanischen Solarfirma "Solarex" den Anteil am Solar-Weltmarkt auf 20 Prozent verdoppeln und zum weltweiten Marktführer im Photovoltaik-Sektor werden.

Die Deutsche Shell AG strebt die Marktführerschaft im deutschen Solargeschäft an, sagte Vorstandsmitglied Fritz Vahrenholt. Eine neue Solarzellen-Produktionsanlage in Gelsenkirchen mit 25 Megawatt Jahresausstoß werde die größte derartige Produktionsstätte weltweit werden. Die Produktion solle im November anlaufen. Bis zum Jahr 2050 müsse in Deutschland 30 bis 50 Prozent der Primärenergie aus erneuerbaren Energiequellen kommen, damit der Kohlendioxidausstoß spürbar gesenkt werden kann.

Zu der dreitägigen Messe über Stromgewinnung aus Solarzellen (Photovoltaik) und der Nutzung von Sonnenwärme zu Heizzwecken (Solarthermik) werden 20 000 Interessenten erwartet. "Die Solarthermiker erhoffen sich auch weiterhin zweistellige Zuwachsraten", sagte Kongreßorganisator Rainer Heinzel. "Mit der Messe streben wir für Deutschland den Durchbruch beim Photovoltaik- Markt an." Heinzel kündigte an, die Messe im nächsten Jahr auf alle erneuerbaren Energien auszuweiten. Die "Solar Energy" wolle mit dem Zusatztitel "Weltmesse für erneuerbare Energien" dann das gesamte Spektrum präsentieren.

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