Wirtschaft : Industrie will mehr investieren, um weniger zu reparieren

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Berlin - Große deutsche Industrieunternehmen wollen durch eine stärkere Zusammenarbeit neue Techniken und Verfahren entwickeln und sich so auf den Weltmärkten besser behaupten. „Wir müssen mehr investieren, um am Ende weniger reparieren zu müssen“, sagte Utz Claassen, Vorstandschef des Energiekonzerns EnBW, am Mittwoch in Berlin. An der Initiative, die vom Bundesverband der deutschen Industrie (BDI) initiiert wurde, beteiligen sich mehr als 40 Konzerne und Verbände, darunter Siemens, SAP, Bayer, Bosch und Eon.

Den Schritt begründete BDI-Präsident Jürgen Thumann mit dem schärferen weltweiten Wettbewerb. In den USA liege die Wertschöpfung pro Kopf bei 40 000 Dollar, hier zu Lande seien es 30 000 Dollar. „Der Abstand wächst ständig, diese Entwicklung müssen wir stoppen.“ Die Industrie brauche Klarheit darüber, mit welchen Produkten, Prozessen und Herstellungsformen sie bestehen könne. Um neue Märkte aufzuspüren, wollen die Firmen in den kommenden zwei Jahren zunächst prognostizieren, wie sich etwa die Nanotechnik, die Medizinbranche oder der Energiesektor entwickeln werden.

Außerdem haben sich die Manager vorgenommen, Strategien zu entwickeln, die deutschen Firmen eine Schlüsselstellung in diesen Märkten sichern. „Wir müssen dazu Wissen organisieren, verfügbar machen und verstärkt austauschen, was heutzutage schon möglich ist“, sagte EnBW-Chef Claassen. Dazu ist auch eine Kooperation mit anderen Innovations-Initiativen, Universitäten sowie der Bundesregierung geplant. brö

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