Wirtschaft : Industrieländer wachsen trotz Asien

KIEL (dpa).Die Produktion in den Industrieländern wird im nächsten Jahr trotz der Asienkrise weiter zügig wachsen.Angesichts der relativ geringen Bedeutung Asiens für den europäischen Außenhandel dürfte sich der Anstieg des realen Bruttoinlandsprodukts lediglich um 0,25 Prozentpunkte verringern.Zu diesem Urteil kommen fünf europäische Wirtschaftsforschungsinstitute in einer gemeinsamen Konjunkturanalyse für Europa, die am Montag vom Kieler Institut für Weltwirtschaft vorgelegt wurde.Nach der Beschleunigung des Aufschwungs im Jahr 1997 rechnen die Forscher mit einer weiteren günstigen Entwicklung für 1998.Die Zahl der Beschäftigten habe zugenommen, die der Arbeitslosen sei leicht rückläufig.Der Preisauftrieb habe sich spürbar verlangsamt.Angesichts der niedrigen Inflation werde die Geldpolitik ihren expansiven Kurs beibehalten.Die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit bleibe die wichtigste Herausforderung für die Wirtschaftspolitik.Der Arbeitsmarkt wird nach Einschätzung der Experten durch die Währungsunion kurzfristig weder be- noch entlastet.Aufgrund der Produktivitätsunterschiede zwischen den Ländern warnen die Institute aber vor einer einheitlichen Lohnpolitik.

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