Wirtschaft : Infineon prüft drei neue Standorte Vorentscheidung im Aufsichtsrat

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München (cbu/HB) Der Umzug des Chipkonzerns Infineon ins Ausland könne näher rücken. Am heutigen Montag soll sich der Aufsichtsrat erstmals mit den Plänen konkret befassen. Drei Standorte, nämlich Singapur, die USA und die Schweiz, stünden zur Diskussion, sagte ein InfineonSprecher dem Handelsblatt. Auf der Sitzung sei aber nicht mit einer Entscheidung zu rechnen. „Alle Optionen sind offen“, sagte der Sprecher. Es wird aber erwartet, dass der Aufsichtsrat eine Empfehlung gibt, welcher Alternative weiter verfolgt werden soll. Aus Unternehmenskreisen hieß es dazu, es werde voraussichtlich auf die Schweiz hinauslaufen.

Endgültig wolle sich Konzernchef Ulrich Schumacher über den Umzug im dritten Quartal dieses Jahres entscheiden. Schumacher prüft bereits seit Monaten eine Abwanderung ins Ausland. Er begründet den Schritt unter anderem mit den hohen Unternehmensteuern in Deutschland. Am Dienstag will sich Schumacher zu weiteren Details auf einer Pressekonferenz in München äußern. Siemens, mit 39 Prozent Großaktionär bei Infineon, müsste einer Abwanderung des Chipherstellers zustimmen. Der Infineon-Umzug würde lediglich die zentralen Konzernfunktionen und etwa 150 bis 200 Mitarbeiter betreffen. Derzeit lässt der Konzern am Rande Münchens eine neue Hauptverwaltung bauen. Was mit diesen Plänen passiert, ist offen. Die Buchführung hat der Konzern bereits nach Portugal ausgelagert.

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