Wirtschaft : Infineon schwerer als Boeing

Ulrich Schumacher, der Vorstandsvorsitzende des Börsenneulings Infineon, ist mit dem Auftakt in Frankfurt und New York hochzufrieden. Die Nachfrage nach den Infineon-Aktien sei auch in den USA enorm, sagte Schumacher auf einer Pressekonferenz in New York. Der Gesamtwert des Unternehmens hat zu derzeitigen Kursen 46 Milliarden Dollar überschritten. Der weltgrößte Flugzeugbauer Boeing hat vergleichsweise nur einen Marktwert von rund 30 Milliarden Dollar. Die Infineon-Werte werden in New York in Form von Aktien-Hinterlegungsscheinen gehandelt. Beim New Yorker Börsendebut am Montag hatte sich der Kurs verdoppelt. Ein Aktien-Hinterlegungsschein repräsentiert eine Infineon-Aktie. Wall-Street-Experten gehen davon aus, dass die seit den Schlussmonaten 1999 laufende Erholung im globalen Chipmarkt noch etwa drei Jahre andauern könnte, ehe es wieder zu Überkapazitäten kommt.

Neu im Amtlichen Handel

Die Anteilsscheine der Vodafone-Airtouch Plc sollen am 3. April in den Amtlichen Handel der Frankfurter Börse aufgenommen werden, teilte der britisch-amerikanische Mobilfunkbetreiber am Mittwoch mit. Die neue Wertpapierkennnummer lautet 932 709. Vodafone-Aktionären, deren Aktien bisher im Freiverkehr gehandelt wurden, wird angeboten, diese Papiere in der Zeit vom 15. bis zum 29. März bei ihrer Depotbank kosten- und spesenfrei umbuchen zu lassen. Informationen erhalten Aktionäre unter der Rufnummer 0800 / 088 77 66. Tsp

Roche stößt Genentech ab

Der Schweizer Pharmakonzern Roche wird demnächst 19 Millionen Aktien seines US-Biotechnologieunternehmens Genentech verkaufen. Wie das Unternehmen am Mittwoch in Basel mitteilte, hat die US-Börsenaufsichtsbehörde inzwischen signalisiert, dass sie von einer Prüfung des Zulassungsgesuchs für die angekündigte Platzierung absehen will. Bei einer möglichen Überzeichnung der angebotenen Genentech-Papiere bietet Roche den Zeichnern der Aktie gleichzeitig die Option zum Erwerb von weiteren 1,7 Millionen Aktien. Durch den Verkauf werde sich der Roche-Anteil an Genentech von rund 66 Prozent auf etwa 58 Prozent verringern, hieß es. Der Sitz von Genentech ist South San Francisco. Die Aktie des Pharma-Unternehmens wird an der New Yorker Börse gehandelt.

Börsen verhandeln über Fusion

Die Börsen in Paris, Amsterdam und Brüssel verhandeln über eine Fusion. Dies sagte der Sprecher der Amsterdamer Börse, Raymond Salet, am Mittwoch. "Was die Niederlande angeht, ist bislang aber noch keine Entscheidung gefallen", betonte Salet. Der belgischen Tageszeitung "De Standaard" zufolge hat Belgiens Finanzminister Didier Reynders dem Vorhaben bereits zugestimmt. "De Standaard" zufolge sollen die drei Handelsplätze die Märkte für Aktien und daran geknüpfte Finanzprodukte untereinander aufteilen. Paris sei als Platz für die "Qualitätstitel" der drei Länder vorgesehen, Amsterdam für den Derivatemarkt und Brüssel für mittelständische Unternehmen, meldete das Blatt. Salet wollte diese Informationen nicht kommentieren. AFP

Wüstenrot bietet 22,50 Euro

Die Wüstenrot Bausparkasse AG, Ludwigsburg, bietet den außenstehenden Aktionären der Leonberger Bausparkasse AG (LBS) 22,50 Euro je Aktie als Kaufpreis an. Das Angebot ist unbeschränkt und gilt vom 23. März bis 25. April 2000, wie Wüstenrot mitteilte. Die Wüstenrot Bausparkasse ist zu 100 Prozent in Besitz der Wüstenrot & Württembergische AG (Württ AG), die wiederum zu rund 93 Prozent an der Leonberger Bausparkasse beteiligt ist. Mit dem vorliegenden Kaufangebot solle den Leonberger-Aktionären die Möglichkeit gegeben werden, sich von ihren Aktien zu trennen, bevor die Börsennotierung der Papiere eingestellt wird. Der Vorstand der Leonberger rate den Aktionären, das Angebot anzunehmen, hieß es. ADN

Fonds: Techno-Aktien zu teuer

Einer Studie der Investmentbank Merrill Lynch zufolge halten 73 Prozent aller Fondsmanager Aktien aus den Bereichen Technologie, Medien und Telekommunikation (TMT) für überbewertet. Rund 30 Prozent der befragten Manager planten, den Anteil der entsprechenden Branchen in ihren Fonds zu verringern, teilte Merrill Lynch in London mit. Immerhin 15 Prozent wollen allerdings TMT-Aktien stärker als bisher im Portfolio gewichten. Nach Einschätzung der Experten von Merrill Lynch könnte die zunehmende Inflation die Abkehr von den High-Tech-Aktien beschleunigen. Die Umfrage stützt sich den Angaben zufolge auf Aussagen von 251 Fondsmanagern aus sechs Regionen. Zusammengenommen verwalten sie Anlagen von 9,7 Billionen US-Dollar. ADN

Concord Effekten splittet

Die Concord Effekten AG plant, den rechnerischen Nennwert ihrer Aktien von 2,56 Euro auf 3,00 Euro aus Gesellschaftsmitteln zu erhöhen und die Anteile anschließend im Verhältnis 3 : 1 zu splitten. Wie die im S-Dax notierte Wertpapierhandelsbank am Mittwoch in Frankfurt mitteilte, entstehen dadurch 4,8 Millionen Inhaberstückaktien zu einem rechnerischen Nennwert von einem Euro je Aktie. Zudem plane die Investmentbank die Zahlung einer Dividende in Höhe von 1,75 Euro. Ziel des Aktiensplits sei eine höhere Attraktivität sowie eine bessere Handelbarkeit der Aktie. ADN

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