Wirtschaft : Infineon verkürzt Schichten Beschäftigte arbeiten nur acht statt zwölf Stunden

Dresden - Der Chip-Hersteller Infineon schafft in seinem Werk in Dresden die Zwölf-Stunden-Schicht ab. Von Januar an werde dort wie schon an den westdeutschen Standorten in Acht-Stunden-Schichten gearbeitet, berichtete die „Sächsische Zeitung“ am Freitag.

Rund 1200 Mitarbeiter in den sogenannten Reinräumen arbeiten bislang zwei Tagschichten zu je zwölf Stunden und anschließend zwei Nachtschichten zu je zwölf Stunden, um dann vier Tage lang freizuhaben. Nur für die rund 800 Büroangestellten galt bisher bereits eine Acht-Stunden-Schicht.

Die langen Arbeitstage hätten bei vielen Kollegen zu Dauerstress geführt, sagte die Dresdner Betriebsratsvorsitzende Kerstin Schulzendorf. Zunächst hätten sie die zwölfstündigen Schichten als nicht schlimm empfunden. „Aber je länger die Kollegen die volle Belastung haben, desto belastender empfinden viele es“, sagte Schulzendorf. Trotzdem seien nicht alle Mitarbeiter mit der Umstellung auf kürzere Schichten einverstanden, da sie künftig weniger freie Tage und längere Fahrten zur Arbeitsstätte hätten, sagte Schulzendorf. Die beiden anderen Dresdner Chip-Fabriken Globalfoundries (früher AMD) und X-Fab (früher ZMD) bleiben bei Zwölf-Stunden-Schichten.

Infineon beschäftigt weltweit fast 27 000 Menschen, davon rund 8400 in Deutschland. AFP

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