Wirtschaft : Inflation auf tiefstem Stand seit der Einheit

Quote im Februar bei 1,1 ProzentWIESBADEN/FRANKFURT (MAIN).Die weltweite Ölschwemme mit niedrigen Energiepreisen hat die Inflation in Deutschland weiter nach unten gedrückt.Mit einer jährlichen Teuerungsrate von bundesweit 1,1 Prozent wurde der niedrigste Stand seit der deutschen Einheit erreicht.Dies gab das Statistische Bundesamt am Mittwoch in Wiesbaden bekannt.In den beiden Vormonaten hatten die Preise für die Lebenshaltung der privaten Haushalte im bundesweiten Schnitt noch um 1,3 und 1,8 Prozent über dem Vorjahr gelegen.Für Westdeutschland wurde im Februar ein Preisauftrieb von 1,1 Prozent ermittelt."Damit bleibt die Jahresteuerungsrate wie schon im Vormonat auf dem niedrigsten Niveau seit April 1988", stellen die Statistiker fest.In den neuen Bundesländern klettern die Preise mit einer Jahresrate von 1,5 (Vormonat 1,7) weiterhin schneller als in der früheren Bundesrepublik.Wichtigster Faktor für das moderate Preisklima in der Bundesrepublik ist nach wie vor die Situation auf den Weltmärkten für Rohöl und Ölprodukte."Auch im Februar 1998 setzte sich die Tendenz zu fallenden Preisen für Heizöl und Kraftstoffe fort." So verbilligte sich Heizöl im Westen gegenüber Januar um 1,4 Prozent und war damit um 15,1 Prozent preiswerter als ein Jahr zuvor.Für Kraftstoffe mußte an den Zapfsäulen der Tankstellen 4,1 Prozent weniger bezahlt werden als ein Jahr zuvor.Binnen Monatsfrist registrierten die Statistiker allerdings einen Preisschub von 0,3 Prozent aufgrund saisonaler Einflüsse.So verteuerten sich Übernachtungen von Januar bis Februar um 2,8 Prozent, Pauschalreisen sogar um 12,1 Prozent.Auch bei einzelnen Gemüsesorten und Obst gab es kräftige Ausschläge.Die Menschen in Ostdeutschland mußten zudem weitere Preissteigerungen bei Kindergartengebühren, Tarifen für Bus und Bahn sowie Zeitungen verkraften.

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