Wirtschaft : Inflation in der EU deutlich gesunken

Gute Chancen für den Euro BRÜSSEL (rtr).Die Inflation ist 1997 in der gesamten Europäischen Union (EU) so stark zurückgegangen, daß fast alle Staaten das Inflationskriterium für den Euro erfüllen dürften.Das ergibt sich aus vorläufigen Berechnungen, die das europäische Statistikamt Eurostat am Freitag in Brüssel vorlegte.Nur Griechenland mit einer Preissteigerungsrate von 5,4 Prozent dürfte das Inflations-Kriterium für die Europäische Währungsunion (EWU) klar verfehlen.Deutschland liegt mit 1,5 Prozent Teuerung nah an den drei preisstabilsten Ländern Irland, Österreich und Finnland, für die Eurostat je 1,2 Prozent auswies. Der Maastrichter Vertrag sieht vor, daß die Inflationsrate von Teilnehmern an der Währungsunion höchstens 1,5 Prozentpunkte über dem Durchschnitt der drei stabilsten Länder liegen darf.Die Entscheidung darüber, welche Staaten der Europäischen Union schon im kommenden Jahr den Euro einführen dürfen, wird von einem EU-Gipfel im Mai aufgrund der 1997er Wirtschaftsdaten getroffen.Neben der Inflationsrate wird die EU dann auch die Entwicklungen bei der öffentlichen Verschuldung, bei den Wechselkursen und bei den langfristigen Zinsen berücksichtigen.Nach den vorläufigen Eurostat-Ergebnissen sank die durchschnittliche Inflationsrate in der Union von 2,4 Prozent im Jahr 1996 auf 1,7 Prozent im Jahr 1997.Eurostat hatte im März 1997 einen harmonisierten Preisindex für die EU-Staaten eingeführt, um die Preisentwicklung vergleichbar zu machen.Gegenüber den nationalen Preisstatistiken, wie sie auch in Deutschland veröffentlicht werden, können sich dabei erhebliche Unterschiede ergeben.

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