Inflationsrate : Preise ziehen kräftig an

Steigende Preise für Benzin und Strom haben die Lebenshaltung in Deutschland deutlich verteuert. Im März stieg die jährliche Teuerungsrate auf 1,9 Prozent. Die höhere Mehrwertsteuer kommt jetzt beim Verbraucher an.

Wiesbaden - Die Rate war deutlich höher als im Januar und Februar mit jeweils 1,6 Prozent, teilte das Statistische Bundesamt mit. Auch die zu Jahresbeginn angehobene Mehrwertsteuer mache sich bemerkbar, weil die Unternehmen sie vermehrt vollständig an die Verbraucher weitergegeben hätten. Preistreiber war laut Statistik vor allem Benzin, das sich um 3,3 Prozent gegenüber Vorjahr verteuerte. Auch für Strom, Gas sowie Lebensmittel mussten Verbraucher mehr zahlen. Günstiger wurden dagegen Heizöl und Computer. Die Europäische Zentralbank sieht die Preisstabilität bei Raten knapp unter zwei Prozent gewahrt.

Im Vergleich zum Vormonat Februar stiegen die Preise um 0,3 Prozent. Wegen der neuen Frühjahrskollektion waren Kleidung und Schuhe im März 1,5 Prozent teurer als im Februar. Als Folge der höheren Ölpreise verteuerte sich auch Benzin. Nach Ende der Wintersaison verbilligten sich Pauschalreisen (minus 3,6 Prozent) und Hotels und Ferienwohnungen (minus 3,4 Prozent).

Energiekosten stark erhöht

Nachdem sinkende Preise für Benzin und Diesel zu Jahresbeginn für Entspannung an der Preisfront gesorgt hatten, kletterten sie im März binnen Jahresfrist wieder deutlich um 3,0 Prozent. Bei Haushaltsenergie verteuerte sich Gas um 8,5 Prozent, Strom um 6,2 Prozent und die Umlagen für Zentralheizung und Fernwärme um knapp 5 Prozent. Nur Heizöl war wegen des milden Winters und zum Ende der Heizperiode um 8,8 Prozent günstiger als im März 2006.

Verbraucher mussten im März auch für Lebensmittel und alkoholfreie Getränke tiefer in die Tasche greifen (plus 2,0 Prozent) als ein Jahr zuvor. Deutliche Preisaufschläge gab es bei Gemüse (plus 5,0 Prozent), vor allem bei Kartoffeln (plus 37 Prozent), Zwiebeln und Paprika. Teurer wurden auch Fisch, Mineralwasser sowie Tabak (plus 5 Prozent) und Alkohol. Verbraucherfreundlich entwickelten sich dagegen die Preise für Unterhaltungselektronik, die um 8,5 Prozent günstiger als vor einem Jahr zu haben war. Computer verbilligten sich um 13 Prozent. (tso/dpa)

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