Wirtschaft : Inflationsrate sinkt unter 0,9 Prozent

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Frankfurt (Main) (dpa/AP). Niedrigere Heizöl- und Nahrungsmittelpreise haben die Inflationsrate im Juni wieder unter die Marke von einem Prozent gedrückt. Nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes liegen die Verbraucherpreise nur um 0,9 über dem Vorjahresstand. Dies ist der niedrigste Wert seit November 1999 mit 1,0 Prozent. Von Mai auf Juni blieben die Preise für die Lebenshaltung aller privaten Haushalte in Deutschland im Durchschnitt unverändert, teilten die Wiesbadener Statistiker auf der Basis von sechs Bundesländern am Montag mit. Im Mai hatte der jährliche Anstieg der Verbraucherpreise noch 1,1 (April: 1,6) Prozent betragen.

Zur Beruhigung an der Preisfront trugen im Juni - trotz anhaltend hitziger „Teuro-Debatte“ - nachgebende Preise für Heizöl, Benzin, Diesel und Nahrungsmittel bei. Heizöl verbilligte sich bundesweit binnen Jahresfrist um knapp 18 Prozent. Aber auch bei Nahrungsmitteln zeigte sich eine deutlich nachgebende Tendenz. Die günstige Entwicklung an der Preisfront verschafft auch der Europäischen Zentralbank (EZB) wieder einen Puffer, mit der allseits erwarteten Anhebung der Leitzinsen zu warten.

Unterdessen setzte der Euro seinen Höhenflug fort. Am Montag konnte der Kurs sogar zeitweise die Marke von 98 US-Cent durchbrechen und stand damit so hoch wie im Februar 2000. Finanzexperten zufolge ist diese Entwicklung nicht auf eine neue Euro-Stärke sondern vielmehr auf Zweifel am Dollar und den US-Börsen zurückzuführen.

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