Wirtschaft : Infomatec-Gründer sollen gestehen

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(dpa). Im Betrugsprozess gegen die ExVorstände des Neue-Markt-Unternehmens Infomatec hat der Vorsitzende Richter Rainer Brand die beiden Angeklagten zu einer Aussage ermuntert. Ein Geständnis könne den Verfahrensverlauf positiv beeinflussen, sagte Brand am Donnerstag nach der Verlesung der Anklageschrift vor dem Augsburger Landgericht. Staatsanwalt Uwe Huchel warf den Angeklagten Gerhard Harlos und Alexander Häfele Kapitalanlage- und Kursbetrug sowie verbotenen Insiderhandel in fünf Fällen vor. Durch zahlreiche falsche Ad-hoc-Meldungen habe das Duo den Kurs der Aktie bis auf 290 Euro hoch getrieben. Nach einem Aktiensplit im Verhältnis 1:5 und dem allgemeinen Kursrutsch an den Börsen kostet eine Infomatec-Aktie mittlerweile noch vier Cent. Durch Ausnutzung ihres Wissensvorsprungs über bevorstehende schlechte Wirtschaftsdaten hätten sie durch den Verkauf von Infomatec-Aktienpaketen jeweils über 15 Millionen Euro erzielt.

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