Wirtschaft : Informationen über Drehorte in Berlin

Filmboard eröffnet Büro / Produktionen in der Region sollen bekannt werden

BERLIN (jojo).Film- und Fernsehproduzenten, Journalisten und die interessierte Öffentlichkeit haben eine neue Anlaufstelle in Berlin.Das Filmboard Berlin hat zusammen mit der Wirtschaftsförderung ein Büro gegründet, das künftig über geplante und laufende Dreharbeiten informieren will."Da besteht ein großer Bedarf.Das Drehen in Berlin ist wegen der vielen Genehmigungsbehörden zu kompliziert", sagte am Freitag der Intendant des Filmboards Berlin-Brandenburg GmbH, Klaus Keil.Das Büro ist mit einer Stelle ausgestattet, die von der Bundesanstalt für Arbeit für ein Jahr mit 63 000 DM finanziert wird.7000 DM gibt das Land, die Wirtschaftsförderung stellt die Räume. Ziel des Büros sei, so dessen Leiter Martin Köhler, gute Drehbedingungen zu schaffen.Der Knackpunkt bei den Dreharbeiten in Berlin sei meist die Zusammenarbeit von Produzenten und Behörden.Oft seien auch Anwohner verärgert, wenn vor ihrer Haustüre gedreht werde.Mit offensiver Informationspolitik will Köhler die Bevölkerung für Filmprojekte gewinnen.Zunächst wird Köhler einen Produktionsspiegel herausgeben, der über die Dreharbeiten in der Region informiert.Die Übersicht soll dann regelmäßig aktualisiert werden.Damit soll es auch für die Presse leichter werden, über den Filmstandort Berlin zu berichten."Wir wollen jeden Tag etwas im Lokalteil über die Filmer lesen", sagte Keil zu den Zielen der Öffentlichkeitsarbeit. Film und Fernsehen seien ein für Berlin wichtiger Wirtschaftsfaktor, sagte der Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Berlin GmbH, Hans Estermann.850 Firmen seien hier aktiv.Allein die Filmhersteller beschäftigten 7000 Mitarbeiter und erzielten einen Umsatz von rund 700 Mill.DM."Das Büro ist ein wichtiger Beitrag zur Verbesserung der Situation junger Unternehmen in der Branche", betonte Estermann.Hier ansässige Unternehmen hätten durch den Service bessere Chancen im Wettbewerb. Mit dem neuen Büro - ein weiteres besteht bereits in Potsdam - bietet das Filmboard einen weiteren Service an, der über seine ürsprüngliche Aufgabe, die Filmförderung, hinausgeht.Das Unternehmen wurde 1994 zur gemeinsamen Filmförderung der Länder Berlin und Brandenburg gegründet und soll die Filmwirtschaft ökonomisch und künstlerisch unterstützen."Film ist zunächst ein Produkt", betonte Keil, "und ein unendlich teures Medium." Deshalb sei die Daseinsberechtigung der Erfolg.Einer Trennung von Kommerz und Kunst erteilte der Filmboard-Intendant eine Absage. Nach Auslaufen der Förderung der Büro-Stelle durch die Bundesanstalt für Arbeit im kommenden Jahr hofft das Filmboard auf private Sponsoren aus der Filmwirtschaft. Wie die Senatswirtschaftsverwaltung unterdessen mitteilte, hat sich in der Mediacity Adlershof ein weiterer Film- und Fernsehbetrieb angesiedelt.Die GEPO GmbH beschäftigt 75 Mitarbeiter und wurde von ehemaligen Mitarbeitern des Deutschen Fernsehfunks 1992 gegründet.

Mehr lesen? Jetzt gratis E-Paper testen!

0 Kommentare

Neuester Kommentar