Wirtschaft : Infrastruktur

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Die größten Schäden verursachte das Hochwasser der Elbe an der Infrastruktur – an Straßen, Schienen, Telefonleitungen, aber auch an Kindergärten und anderen öffentlichen Einrichtungen. Die Deutsche Bahn rechne mit einem dreistelligen Millionen-Euro-Betrag für die Beseitigung der Folgen, schätzt Bahn-Chef Hartmut Mehdorn. Etwa 540 Kilometer Schiene in Sachsen erlitten zum Teil Totalschaden – 20 Prozent des gesamten Schienennetzes in dem Bundesland. Hinzu kommen einige Züge, die auf Grund alter Vorschriften aus der Kaiserzeit nicht mehr rechtzeitig vor der Flut aus den Bahnhöfen gefahren werden konnten, denn sobald der Lokführer die Schienen nicht mehr sieht, darf er den Zug nicht mehr bewegen. Verkehrsminister Kurt Bodewig (SPD) sagte der Bahn und den betroffenen Bundesländern schnelle Hilfe zu. Anders als üblich werde jetzt zunächst mit den Arbeiten begonnen und danach die Finanzierung sichergestellt. Aus dem Verkehrsetat für das Jahr 2003 soll eine Milliarde Euro für die Flutfolgen umgeschichtet werden. Die Bahn wird nach eigenen Angaben auch voraussichtlich bis Ende 2003 brauchen, um alle Schäden entlang der Elbe zu beheben. Auf den großen Strecken ist der Verkehr zwar wieder aufgenommen, doch gilt nur eine Art „Notfahrplan“. Nicht ganz so stark traf das Hochwasser die Deutsche Telekom. Der Schaden summiert sich nach Schätzung des Interimsvorstandsvorsitzenden Helmut Sihler aber auch auf einen dreistelligen Millionenbetrag. In Dresden und Umgebung waren zeitweise rund 100 000 Telefonanschlüsse nicht erreichbar, weil Vermittlungsanlagen unter Wasser standen oder Kabel beschädigt wurden. hop

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