Initiative "Land der Ideen" : 25 Projekte und Firmen aus Berlin ausgezeichnet

Berlin ist beim Wettbewerb "Land der Ideen" erfolgreicher als andere Bundesländer. 25 Projekte, Firmen und Initiativen werden hier ausgezeichnet. Zum Beispiel ein Start-up, das Bauern in Krisenregionen hilft.

Die Gründer von Conflictfood, Gernot Würtenberger und Salem El-Mogaddedi (rechts), wollen Kleinbauern in Konfliktregionen unterstützen. Foto: Thilo Rückeis
Die Gründer von Conflictfood, Gernot Würtenberger und Salem El-Mogaddedi (rechts), wollen Kleinbauern in Konfliktregionen...Foto: Thilo Rückeis

Früher wurde auf den Feldern Opium angebaut. Heute erntet dort, in der Provinz Herat im Westen von Afghanistan, ein Frauenkollektiv Safran. Verkauft wird es von dem Berliner Start-up Conflictfood. Das vertreibt ausschließlich Spezialitäten aus Konfliktregionen, um die dortigen Kleinbauern zu fördern und den Friedensprozess zu unterstützen. Indem sie den Betrieben vor Ort Safran, Freekeh-Weizen oder Datteln direkt abkaufen, verzichten sie auf die teuren Zwischenhändler und sorgen so dafür, dass mehr Geld bei den Kleinbauern ankommt. Sind die Waren in Berlin, werden sie hier in Behindertenwerkstätten abgefüllt und verpackt – die Safranfäden zum Beispiel in den Delphin-Werkstätten in Pankow. Ein ambitioniertes Projekt, für das die Berliner Firma an diesem Montag als einer der „Ausgezeichneten Orte im Land der Ideen“ prämiert wird.

In Berlin werden besonders viele Projekte ausgezeichnet

Bei dem Wettbewerb, hinter dem die Standortinitiative „Land der Ideen“ und die Deutsche Bank stehen, schneidet Berlin damit erneut besonders gut ab. Wie das Start-up Conflictfood werden hier in diesem Jahr insgesamt 25 Firmen, Initiativen und Projekte ausgezeichnet. Damit ist die Hauptstadt erneut Spitzenreiter, wie die Gewinnerliste zeigt, die dem Tagesspiegel vorab vorliegt. Auf Platz zwei und drei folgen Bayern mit 16 und Nordrhein-Westfalen mit 12 Auszeichnungen.
Die Berliner Gewinner würden vor allem durch ihr „starkes soziales Engagement“ herausstechen, sagten die Initiatoren. So will das Berliner Start-up Pangea Sun zum Beispiel modulare Notebooks bauen, um die Umwelt zu schonen: Jedes der Einzelteile der Geräte soll auswechselbar sein – geht der Display kaputt, muss nur er ausgetauscht werden. Produziert werden sollen die„Baukasten“-Laptops im westafrikanischen Guinea. Ebenfalls ausgezeichnet wird das Berliner Internetportal „Familyship“, das Menschen zusammenbringen will, die gemeinsam ein Kind großziehen wollen. Die Gründer wollen so auch Menschen zum Familienglück verhelfen, die alleinstehend sind oder in einer gleichgeschlechtlichen Partnerschaft leben.

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