Inkubator Springstar : Neustart in Berlin

Der Dienstleister zieht in die Hauptstadt, um junge Internetfirmen weltweit beim Wachstum zu unterstützen.

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Es sind bekannte Namen, die hinter der Firma Springstar stehen. Der Investor Klaus Hommels etwa, der sein Geld in Firmen wie den Internettelefondienst Skype oder das Business-Netzwerk Xing steckte. Oder Oliver Jung, der den in Berlin ansässigen Online-Shoppingclub Brands4Friends mitgründete. Gemeinsam mit ihrem Partner Harish Bahl haben die beiden Investoren nun einen neuen Dienstleister namens Springstar gegründet, mit Hauptsitz am Rosa-Luxemburg-Platz in Berlin-Mitte.

Springstar ist ein sogenannter Inkubator. Die Firma unterstützt junge Internetunternehmer bei der Gründung – zum Beispiel durch Büroräume – und berät sie, etwa bei der Software-Entwicklung, im Online-Marketing und im Management. Zudem wird den Firmen geholfen, sich international aufzustellen. „Springstar ist ein Dienstleister für Start-ups, investiert aber nicht direkt in diese“, sagt Felix Kreyer, einer der Geschäftsführer des Unternehmens.

Die drei Investoren Hommels, Jung und Bahl haben bereits ein Netzwerk an Firmen bei Springstar eingebracht. Seit 2007 halfen sie rund 20 Unternehmen weltweit bei der Gründung, die mittlerweile zusammen 2000 Mitarbeiter beschäftigen und insgesamt mehr als eine Milliarde Dollar Umsatz im Jahr erwirtschaften. Der Schwerpunkt lag bisher auf Shoppingclubs und Couponing-Seiten, doch das soll nicht so bleiben. „Wir sind künftig auch für andere Geschäftsmodelle offen“, sagt Kreyer.

In Berlin gehören fünf Firmen dem Netzwerk an, drei davon sitzen mit insgesamt 80 Mitarbeitern im 1000-Quadratmeter-Büro von Springstar in Mitte. In den nächsten Monaten soll die Zahl auf 150 Mitarbeiter steigen. Dazu kommt das vergleichsweise kleine Springstar-Team: Derzeit arbeiten rund zehn Experten für den Inkubator. Über seinen Umsatz und Gewinn verrät das Unternehmen nichts.

Nach Berlin zog es die drei Investoren schon 2010. Damals eröffneten sie in der Torstraße die Firma Lempa 7, den Vorläufer von Springstar. „Berlin bietet für uns die perfekten Bedingungen: Ein internationales Umfeld, viele Fachkräfte aus IT und Online-Marketing und junge Entrepreneure“, sagt Kreyer. Springstar unterhält auch Büros in Delhi und São Paulo. „Brasilien und Indien sind Zukunftsmärkte der Internetbranche“, sagt Kreyer. Bald sollen weitere Büros hinzukommen. Die Firma will auch stärker in den USA aktiv werden. Die wohl bekannteste deutsche Firma, an deren Gründung Oliver Jung beteiligt war, ist nicht mehr unter dem Dach von Springstar in Mitte zu finden: Brands4Friends wurde 2010 an Ebay verkauft.

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