Innovationsbericht für Berlin : Wirtschaftssenatorin Yzer optimistisch für 2013

Berlin holt wirtschaftlich weiter auf, stellt Wirtschaftssenatorin Yzer fest. Beim Weg an die Spitze soll unter anderem die Start-up-Szene helfen.

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Senatorin Yzer ist zufrieden mit der Wirtschaftsentwicklung.
Senatorin Yzer ist zufrieden mit der Wirtschaftsentwicklung.Foto: dpa

Innovativ und exportorientiert – so sieht Berlins Wirtschaftssenatorin Cornelia Yzer (CDU) die Unternehmen in der Hauptstadt. „Berlin ist gut positioniert, aber wer sich damit zufrieden gibt, wird nicht weiter wachsen“, sagte sie am Mittwoch bei der Vorstellung des Wirtschaft- und Innovationsberichts 2012/13. Sorge, dass Berlin in Selbstzufriedenheit erstarren könnte, hat die Senatorin allerdings gar nicht. Im abgelaufenen Jahr habe das Land seinen wirtschaftlichen Aufholprozess fortgesetzt, und für 2013 sei sie ebenfalls „optimistisch“. Während das bundesweite Wirtschaftswachstum 2012 bei 0,7 Prozent lag, erreichte Berlin beim Bruttoinlandsprodukt ein Plus von 1,2 Prozent. Auch das selbstgesteckte Wachstumsziel von 1,4 Prozent für das laufende Jahr werde die Hauptstadt wohl erreichen. Die Bundesregierung erwartet für das ganze Land lediglich 0,5 Prozent.

Das starke Wachstum sei aber auch notwendig, um zur Spitze aufzuschließen, sagte Yzer weiter. Wie beschwerlich dieser Weg ist, verdeutlicht ein Blick auf den Arbeitsmarkt. Um 45 000 auf rund 1,76 Millionen stieg die Zahl der Erwerbstätigen im vergangenen Jahr. Mit einer Arbeitslosenquote von 12,3 Prozent lag Berlin aber weit über dem Bundesdurchschnitt von 6,8 Prozent. Auch in den beiden anderen Stadtstaaten Hamburg und Bremen lag die Quote niedriger als in Berlin. Einer der Gründe für den schleppenden Rückgang: die Mehrzahl der neuen Jobs besetzen Zuzügler, die Zahl der Arbeitslosen insgesamt sank nur um 13 500.

Große Chancen sieht die Senatorin in der Vernetzung von Wissenschaft und Forschung mit Wirtschaft. „Aus Ideen werden Innovationen und schließlich Investitionen.“ Das schlage sich in Zahlen nieder. Mit mehr als 40 000 neuen Unternehmen sei Berlin Gründerhauptstadt. Der Senat trage durch seine Politik dazu bei, diesen Sektor zu stärken. So fänden Gründer beispielsweise einen einheitlichen Ansprechpartner für ein „schnelles, effizientes und unbürokratisches“ Verfahren vor.

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