Wirtschaft : Insider drohen 30 Jahre Gefängnis

New York/Frankfurt am Main - Der Mann, der die neuesten Hightech-Entwicklungen von Apple gegen Bares ausgeplaudert haben soll, hat gestanden. Das teilte Bundesstaatsanwalt Preet Bharara am Dienstagabend in Manhattan mit. Dem Angeklagten drohen nun bis zu 30 Jahre Gefängnis plus mehr als fünf Millionen Dollar Geldstrafe. Der 39-Jährige arbeitete bei Apples wichtigem Zulieferer Flextronics und hatte dadurch Einblicke in kommende Neuheiten. Sein Wissen soll er an Spekulanten verkauft haben, wodurch diese Kursentwicklungen abschätzen und enorme Gewinne einstreichen konnten. Der sogenannte Insiderhandel ist deshalb verboten.

Parallel haben in Deutschland mehr als 300 Polizisten und Steuerfahnder bundesweit 150 Büros und Wohnungen wegen des Verdachts auf bandenmäßige Umsatzsteuerhinterziehung beim Handel mit iPhones durchsucht. Die 13 Firmen sollen 13 Millionen Euro Steuern hinterzogen haben, indem sie Mobiltelefone, vor allem die teuren iPhones, im Wert von mehreren Millionen Euro im Ausland erworben, dafür aber keine Umsatzsteuer in Deutschland bezahlt hätten, erläuterte die Staatsanwaltschaft. Über eine Kette von Firmen seien die Geräte immer weiterverkauft worden, bis ein Unternehmen sie wieder ins Ausland verkaufte und vom Finanzamt die – nie gezahlte – Umsatzsteuer erstattet bekam. dpa/rtr

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