Wirtschaft : Insidervergehen konnte dem Fernsehjournalisten Prior nicht hinreichend nachgewiesen werden

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Die zweite Strafkammer des Landgerichts Frankfurt eröffnet kein Strafverfahren gegen den Fernsehjournalisten Egbert Prior. Nachdem Prior Anfang 1998 Aktien der SCM und der Mobilcom AG in zwei Sendungen der 3-Sat-Telebörse jeweils an einem Freitagabend empfohlen hatte, waren die Kurse der Papiere am darauffolgenden Montag deutlich gestiegen. Die Aktien der SCM AG hatte Prior daraufhin wieder verkauft, die Mobilcom-Papiere beließ er in seinem Depot. Nach Ansicht der Staatsanwaltschaft hat Prior damit seine Position ausgenutzt und insgesamt einen Gewinn von über 170 000 Mark erzielt. Dies sei ein strafbares Insidervergehen. Das Frankfurter Landgericht kommt jetzt allerdings zu der Überzeugung, dass ein Verstoß gegen das Verbot des Insiderhandels nicht hinreichend belegt werden konnte. Die Staatsanwaltschaft hat gegen den Beschluss Beschwerde eingelegt.

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