INSOLVENZ : Die Zeit drängt

Ziel des Insolvenzverfahrens ist, die Pin-Gruppe fortzuführen. Doch Sanierungsexperte Horst Piepenburg hat nicht viel Zeit: „Bis Ende Januar muss er ein Konzept vorlegen“, sagt Carsten Cervera von der auf Insolvenzrecht spezialisierten Kanzlei Schultze & Braun. Denn nur für drei Monate zahlt die Arbeitsagentur Insolvenzgeld, also die Löhne der Beschäftigten. Voraussetzung: Der vorläufige Insolvenzverwalter muss eine positive Fortführungsprognose stellen. Bis dahin finanzieren Banken das Insolvenzgeld vor. Im Fall von Pin wären so die Löhne bis Februar gesichert. Bis dahin muss Piepenburg entweder einen Investor gefunden haben oder Pin muss seine Großkunden zurückgewinnen, um aus eigener Kraft die Löhne zahlen können. Das Insolvenzverfahren wird dadurch erschwert, dass die Pin-Gruppe in 91 Töchter gegliedert ist. Daher besteht die Gefahr, dass verschiedene Insolvenzverwalter nebeneinander agieren. hej

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