Insolvenz : Kynast-Fahrräder am Ende

Es hätte alles besser werden sollen: Zwei Jahre nach dem Neustart ist das Traditionsunternehmen Kynast erneut insolvent. Die Produktion steht still und Lohnzahlungen stehen aus.

QuakenbrückZwei Jahre nach dem Neustart steht die traditionsreiche Fahrradmarke Kynast erneut vor dem Aus. Die Kynast Bike GmbH in Quakenbrück habe Insolvenz angemeldet, sagte der vorläufige Insolvenzverwalter Andreas Sontopski aus dem westfälischen Wettringen und bestätigte damit einen Bericht der "Neuen Osnabrücker Zeitung". 40 bis 50 Arbeitsplätze stünden auf dem Spiel. "Die Produktion ist vollständig zum Erliegen gekommen", sagte er. Er wolle sich nun kurzfristig um Aufträge für das Unternehmen bemühen. Kynast Bike sei auch mit Lohnzahlungen im Rückstand.

Die Zeitung hatte berichtet, dass möglicherweise Verluste das Eigenkapital des Unternehmen aufgefressen haben. Zur Höhe der Schulden wollte sich Sontopski nicht äußern. "Es wäre zu früh, die Zahlen zu nennen."

Kynast war einst größter Fahrradhersteller Europas und hatte zunächst 1999, dann 2003 Insolvenz angemeldet. 2005 erwarb die Kynast Bike GmbH unter Geschäftsführer Michael Söhnchen die Markenrechte. Söhnchen wollte sich mit Billigrädern auf das Preissegment zwischen 199 und 399 Euro konzentrieren. (mit dpa)

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