Wirtschaft : Institut glaubt an 2,1 Prozent Wachstum

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Berlin - Das Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW) hat seine Wachstumsprognose für das kommende Jahr am Donnerstag deutlich angehoben. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) werde in diesem Jahr um 2,1 Prozent ansteigen – zuvor war das IfW nur von einer Zunahme von 1,5 Prozent ausgegangen. Damit stellen sich die Kieler an die Spitze der Optimisten: Die Bundesregierung bleibt weiter bei 1,4 Prozent Plus. Und der Internationale Währungsfonds (IWF) hat seine Wachstumsprognose für Deutschland gerade gesenkt und geht jetzt ebenfalls nur von einem Plus von 1,4 (statt 1,5) Prozent aus. Das berichtet das „Handelsblatt“ unter Berufung auf die IWF-Frühjahrsprognose, die Ende April vorgestellt werden soll.

Die Zuversicht der Kieler Forscher beruht auf aktuellen Daten: Die Industrie stellte im Januar deutlich mehr her, auch die Aufträge entwickeln sich gut. „Eine Reihe von Frühindikatoren deutet darauf hin, dass der Aufschwung Fahrt aufgenommen hat“, schreiben die Ökonomen. Erstmals seit fünf Jahren werde auch die Binnennachfrage wieder spürbar steigen und sogar stärker zum Wachstum beitragen als die Außenwirtschaft. Eine Trendwende sei das nicht: Wie in den vergangenen Jahren reiche die Kraft der Wirtschaft auch weiterhin nur für ein durchschnittliches Wachstum von einem Prozent.

Für das kommende Jahr erwartet das IfW, wie auch andere Institute, wieder einen deutlichen Rückgang auf nur noch 1,2 Prozent Wachstum. Dafür sei vor allem die geplante Erhöhung der Mehrwertsteuer verantwortlich, aber auch die langsamere Gangart der Weltwirtschaft und das höhere Zinsniveau.

Die Produktion von Industrie, Bau und Energiewirtschaft läuft derweil besser als gedacht. Die Daten für den Dezember korrigierte das Statistische Bundesamt von minus 0,5 auf plus 0,7 Prozent nach oben. Im Januar gab es zwar ein Minus von 0,1 Prozent – allein der wichtige Industriesektor kam aber auf eine Zunahme von 1,3 Prozent, wie das Bundeswirtschaftsministerium mitteilte. brö

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