Wirtschaft : Institute: 2005 sinkt das Wachstum

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Berlin Die Wirtschaft kommt im laufenden Jahr zwar stärker in Schwung als erwartet. Im Jahr 2005 wird das Wachstum aber wohl schon wieder nachlassen. Zu dieser Einschätzung gelangen nach dem Kieler Institut für Weltwirtschaft nun auch das Institut für Weltwirtschaft Halle (IWH), das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) sowie die Europäische Zentralbank.

Das IWH erhöhte am Donnerstag seine Prognose für das Wirtschaftswachstum in diesem Jahr von 1,8 auf 2,0 Prozent. Für die Zunahme des Bruttoinlandsproduktes (BIP) sei aber fast ausschließlich die Nachfrage aus dem Ausland verantwortlich, während deutsche Unternehmen und Verbraucher sparsam blieben. Der Exportmotor läuft laut Statistischem Bundesamt auf Hochtouren. In den ersten acht Monaten des laufenden Jahres lagen die Ausfuhren 10,7 Prozent höher als im Vorjahreszeitraum. Im Jahr 2005 würden die Firmen laut IWH zwar ihre Investitionszurückhaltung aufgeben, das BIP werde dennoch nur um 1,8 Prozent zulegen.

Wie das IWH erwartet auch das Berliner DIW keine baldige Besserung der Arbeitsmarktlage. Erst, wenn neue Arbeitsplätze entstünden, werde der private Konsum und damit auch die gesamte Binnenkonjunktur deutlicher anziehen, erklärten die Experten. mot/ro

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