INSTITUTE IN BERLIN : Ungewisse Zukunft

Auch in Berlin gibt es Einschnitte bei Finanzinstituten. Die Berliner Bank plant, 17 ihrer derzeit 55 Filialen zu schließen. Das Institut will nach Angaben der Gewerkschaft Verdi von den rund 600 Stellen in den kommenden drei Jahren 144 streichen. Bankchef Frank Gilly hatte angekündigt, dabei betriebsbedingte Kündigungen vermeiden zu wollen. Als die Deutsche Bank das Institut 2007 übernommen hat, waren noch über 1000 Mitarbeiter bei der Berliner Bank beschäftigt.

Bei der Landesbank Berlin (LBB), die zu einer reinen Großstadtsparkasse schrumpfen soll, sind bis Jahresende betriebsbedingte Kündigungen ausgeschlossen. Das Kapitalmarktgeschäft der Landesbank – und damit auch die Tochter LBB Invest, die zum Beispiel Fonds für private und institutionelle Anleger auflegt – soll auf die Deka-Bank übergehen. Noch ist unklar, wie viele der derzeit gut 300 Mitarbeiter in diesem Bereich für die Deka von Berlin aus arbeiten können und wie viele nach Frankfurt umziehen müssen.

Geschlossen wird dagegen zum Jahresende der Berliner Sitz der Sparkassen-IT am Spittelmarkt. Den 450 Mitarbeitern wird angeboten, an einen der drei verbleibenden Standorte Hannover, Frankfurt am Main oder Münster umzuziehen. Wer in der Hauptstadt bleibt, bekommt eine

Abfindung in Höhe von 100 000 Euro. Ob Berlin von den Stellenstreichungen bei der Commerzbank betroffen sein wird, ist noch offen. cne

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