Wirtschaft : Intel bietet 3 Milliarden Mark für Chiphersteller

pf

Die Intel Corp, Santa Clara/Kalifornien, übernimmt für 1,6 Milliarden Dollar (knapp 2,9 Milliarden Mark/1,5 Milliarden Euro) die Firma DSP Communications Inc, Cupertino/Kalifornien, die Chips für den Mobilfunk herstellt. Intel, der weltgrößte Hersteller von Mikroprozessoren, bietet 39 Dollar je DSP-Aktie. Das entspricht einer Prämie von 29 Prozent über dem DSP-Schlusskurs am Mittwoch von 28 Dollar. Mit dem DSP-Kauf will Intel seine Marktposition im Mobilfunkbereich weiter ausbauen. Intel erwartet robustes Wachstum im drahtlosen Internetverkehr und betrachtet die bei DSP hergestellten Chips als "Bausteine" des Internets. Der drahtlose Kommunikationsmarkt werde an Bedeutung zunehmen, sagte Intel-Manager Craig Barrett. DSP beliefert Handyhersteller wie Motorola, Lucent Technologies, Philips und Pioneer.

Intel verdiente im dritten Quartal 1,5 Milliarden Dollar oder sechs Prozent weniger als im dritten Quartal 1998. Klammert man Sonderbelastungen auf Grund von Firmenaufkäufen aus, betrug der Intel-Gewinn im dritten Quartal 1,9 Milliarden Dollar. Intel hat in der Berichtszeit die Firmen Dialogic, Level One Communications, Softcom Microsystems und NetBoot übernommen und dafür mehr als drei Milliarden Dollar ausgegeben. Der Intel-Umsatz stieg im dritten Quartal um neun Prozent auf 7,3 Milliarden Dollar. 45 Prozent des Umsatzes entfielen auf Nord- und Südamerika, 26 Prozent auf Europa, 23 Prozent auf den asiatisch-pazifischen Raum (ohne Japan) und sechs Prozent auf Japan. In den ersten neun Monaten verbuchte Intel insgesamt einen Gewinn von 5,2 (1998: vier) Milliarden Dollar. Der Umsatz lag bei 21,1 (18,6) Milliarden Dollar.

0 Kommentare

Neuester Kommentar