Wirtschaft : Intel profitiert von Nachfrage aus Deutschland

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Berlin - Der weltgrößte Chiphersteller Intel hat im ersten Quartal von der starken Konjunktur in Europa und speziell auch in Deutschland profitiert. Traditionell liege der Umsatz in der Branche im ersten Quartal saisonbedingt um etwa zehn Prozent unter dem Vorquartal. „Dieser Effekt ist weltweit zu spüren, wobei der Ausschlag in Europa dank der guten Konjunkturdaten diesmal geringer ausgefallen ist“, sagte Intel-Deutschlandchef Hannes Schwaderer dem Tagesspiegel.

Vor allem die „Investitionsfreude im Mittelstand“ habe für gute Nachfrage gesorgt. „Der Mittelstand entdeckt, dass Infrastruktur kein notwendiges Übel ist, sondern einen Wettbewerbsvorteil bringt.“ Deutsche Kunden – sowohl im geschäftlichen als auch privaten Bereich – legten dabei Wert auf höherwertige Produkte, weshalb der durchschnittliche Verkaufspreis in Deutschland höher liege als in anderen Ländern. Mit den am Dienstag angekündigten schnelleren und leistungsfähigeren „Penryn“-Chips, die noch 2007 auf den Markt kommen sollen, „zielen wir voll auf den deutschen Käufer“, sagte Schwaderer. Intel beschäftigt in Deutschland 550 Mitarbeiter.

Der US-Mutterkonzern hatte Dienstagabend Zahlen vorgelegt. Demnach stieg der Gewinn im ersten Quartal auf 1,6 Milliarden Dollar nach 1,36 Milliarden Dollar im Vorjahreszeitraum. Der Umsatz schrumpfte dagegen um knapp ein Prozent auf 8,85 Milliarden Dollar. vis

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