Wirtschaft : International Incubator AG: Deutsche Mittelständler gehen nach Washington

fmk

Amerikanische Mittelständler dabei zu unterstützen, in den deutschen Markt einzutreten - und umgekehrt: das ist das Geschäft der International Incubator AG, Berlin. Am Freitag gab das Unternehmen eine Zusammenarbeit mit E-Incubator bekannt. Dieser amerikanische Inkubator aus der Nähe von Washington ist bei dem Geschäft das Spiegelbild des deutschen Partners. Die Amerikaner helfen deutschen Informationstechnik-Firmen, in den USA Fuß zu fassen. Die Berliner bieten technisch ausgerichteten US-Unternehmen Büros und Beratung für den Markteinstieg in Europa.

"Wir sind kein Incubator für Start-ups", betont Burkhard Koch, Vorstandsvorsitzender von International Incubator. An ihn wenden sich "erwachsene" Unternehmen, die über den Atlantik expandieren möchten. Gegen Honorar oder Firmenanteile hilft hier der amerikanische Partner und versucht, für die Deutschen die passende Strategie zu entwickeln. Rechtsberatung und Anmietung von Büros gehören ebenso zu den Dienstleistungen. "Vor allem aber bieten wir ein Netz von Kontakten zu Partnerfirmen, Kapitalgebern und Regierungsstellen", sagt Eric Dahler, Präsident von E-Incubator. Auf Wunsch können die Unternehmen ihre Expansion auch über einen Fonds der Inkubatoren finanzieren. Die bisher sieben deutschen IT-Firmen, die in dem Programm zur Zeit nach Amerika gehen wollen, hoffen so ihren Kundenstamm erweitern zu können.

Die passenden Kunden vermuten sie im Großraum der US-Hauptstadt Washington. Nach Aussage von E-Incubator ist die Hochtechnologie dort besonders stark vertreten. "Und umgekehrt halten unsere Kunden die Region Berlin für den passenden Standort, um nach Europa zu gehen", sagt Dahler. Sein Unternehmen ist auf die Beratung von Softwarefirmen spezialisiert. Er sieht in Berlin die geeigneten Arbeitskräfte, das richtige Geschäftsklima und den Zugang sowohl zu West- als auch zu Osteuropa.

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