Wirtschaft : Internationale Fondsmärkte: Anlageneigung steigt

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Trotz der Turbulenzen an den internationalen Börsen vor allem in der zweiten Jahreshälfte 2000 haben die Fondsmärkte ihre Bewährungsprobe bestanden. Zu diesem positiven Urteil kommt die DWS Investment, die Investment-Gruppe der Deutschen Bank, in einer Analyse der internationalen Fondsmärkte 2000. Die private Anlageneigung zu Fonds sei stabil geblieben. Angesichts der steigenden Bedeutung der privaten Altersvorsorge dürften Investmentfonds auch in Zukunft weiter ihre Rolle als Baustein im langfristigen Vermögensaufbau ausbauen. Die Etablierung neuer Vertriebswege - Stichwort Internet - werde die Attraktivität der Fondsanlage für den Privatanleger sogar noch steigern, schreiben die Experten des DWS weiter. Das Internet biete ein hohes Maß an Transparenz und ermögliche so auf einfache Weise einen schnellen Performance-, Produkt- und Kostenvergleich. Für die Investmentgesellschaften bedeute dies: Die aktive Auseinandersetzung mit dem Anleger, zuverlässige Information und kompetenter Service sowie ein transparentes Angebot seien unverzichtbar. Im vergangenen Jahr, so die Untersuchung, stiegen die Fondsvolumina dank anhaltender Mittelzuflüsse weltweit um rund neun Prozent auf 12,7 Billionen Euro. Währungsbereinigt ergab sich immer noch ein Wachstum von 4,5 Prozent. Deutliche Unterschiede ergaben sich jedoch in den einzelnen Regionen. Berechnet in den einzelnen Währungen ergab sich laut DWS für den europäischen Fondsmarkt ein Plus von rund zehn Prozent. Der australische Fondsmarkt wies eine Steigerung um 9,2 Prozent und der kanadische um 8,1 Prozent aus. Der amerikanische Fondsmarkt stagnierte mit einem leichten Plus von 1,8 Prozent, während der japanische ein Minus von 3,8 Prozent und auf Euro-Basis sogar von 7,8 Prozent hinnehmen musste.

Wachstumsmotor in Europa waren auch im vergangenen Jahr die Aktienfonds mit einem Plus von 17,9 Prozent auf 1,6 Billionen Euro. Gemischte Fonds brachten es auf ein Plus von 17,3 Prozent auf 607 Milliarden Euro, gefolgt von Geldmarktfonds, deren Volumen um gut zehn Prozent auf 480 Milliarden Euro wuchs. Schlusslicht bildeten die Rentenfonds. Ihr Vermögen verringerte sich in der Berichtszeit um 4,1 Prozent auf 889 Milliarden Euro.

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