Wirtschaft : Internationale Funkausstellung: Über 900 Aussteller

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Zur diesjährigen 43. Internationalen Funkausstellung (IFA) werden 904 Aussteller aus 40 Ländern erwartet - mehr als je zuvor. Dabei übertreffen die internationalen Anbieter erstmals die nationalen. Aufträge für drei bis vier Milliarden Mark sollen auf der weltweit größten Messe für Unterhaltungselektronik über den Tisch gehen, 7000 Journalisten werden voraussichtlich berichten, vor allem aber warten unzählige technische Neuheiten auf die Besucher. Die Erwartungen der Veranstalter sind hoch. Das wurde am Donnerstag bei der Vorstellung der Rahmendaten deutlich.

Bei der Konzeption der IFA ist ein neues Standbein hinzugekommen. Während sich 1999 die alle zwei Jahre stattfindende Messe noch aus den Bereichen Unterhaltungselektronik, Telekommunikation und Informationselektronik zusammensetzte, kommt jetzt der so genannte Content-Bereich dazu. Hier sollen Medieninhalte, Programme und Software einen Auftritt erhalten. Die Unterhaltungs- und die Computerbranche würden damit weiter zusammenwachsen, erklärten die Organisatoren, die Messe Berlin und die Gesellschaft für Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik mbH (gfu).

Während der neun Tage können die Besucher die Neuheiten nicht nur ansehen, sondern auch ausprobieren. Digitale Fotografie und Videoaufzeichnungen, Internet über Handys oder den Fernseher, Car-HiFi oder HiFi-High-End Systeme zählen dabei zu den Publikumsmagneten der Funkausstellung. Darüber hinaus wird die teuerste HiFi-Anlage der Welt präsentiert oder der kleinste Camcorder. In einem Sonderteil geht es um das "Intelligente Heim", das ist die elektronische Steuerung des Haushalts, etwa die der Beleuchtung oder Heizung.

Im Sommergarten werden sich auch in diesem Jahr wieder ARD und ZDF mit vielen prominenten Gästen präsentieren. Einige private Sender zeigen Ausschnitte ihres Programmangebots. Weitere Sonderpräsentationen sind die "Online-World" oder der "IFA Young Media Park", in dem erstmals Ausbildungsberufe und -betriebe aus dem Bereich Medien und Informationstechnik vorgestellt werden.

Nicht ganz so optimistisch sind die Organisatoren bezüglich der Besucherzahlen. In den vergangenen Jahren waren sie kontinuierlich rückläufig. Ob sich dieser Trend stoppen lässt, wagen sie derzeit nicht zu prognostizieren. Doch hat man sich etwas einfallen lassen: Neben Partys, Shows und Aktionen der Aussteller gibt es ein Online-Game, an dem bereits 1500 Spieler teilnehmen und eine IFA-Night, an der bis 24 Uhr geöffnet sein wird. Die Nachtaktion wird mit einem Feuerwerk am Funkturm, der zudem am 3. September 75. Geburtstag feiert, abschließen. Die Besucher des Leichtathletik-Meeting ISTAF haben zu diesem Spektakel freien Eintritt.

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