Wirtschaft : Internationale Luftfahrtschau: Sabena will abbestellen und weitere Meldungen

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Die tief in finanziellen Schwierigkeiten steckende belgische Luftfahrtgesellschaft Sabena will die Bestellung von 19 Airbus-Flugzeugen kündigen oder zumindest aufschieben. Wie ein Sabena-Sprecher sagte, wird deshalb mit dem Flugzeughersteller Airbus Industries verhandelt. Die finanzielle Situation der Sabena lasse die Übernahme der 19 Maschinen nicht zu. Die Swissair-Tochter Sabena hatte 1997 im Rahmen ihrer mittlerweile gescheiterten Expansionsstrategie 34 Airbus-Maschinen des Typs A319 und A320 bestellt, die die alten Boeing 737 ersetzen sollten. Davon wurden bislang 15 Stück geliefert. Sabena flog im vergangenen Jahr rund 330 Millionen Euro Verlust ein. AP

DSF bestellt bei Bombardier

Die Gruppe Deutsche Structured Finance (DSF) hat bei dem kanadischen Flugzeugbauer Bombardier 80 regionale Transportflugzeuge des Typs CRJ bestellt. Darunter seien 50 Festbestellungen, teilte Bombardier am Montag auf der internationalen Luft- und Raumfahrtschau in Le Bourget bei Paris mit. Den Wert der Festbestellungen der DSF gab das kanadische Unternehmen mit etwa 1,5 Milliarden Dollar an. dpa

Cockpit-Piloten stimmen ab

Im Tarifstreit bei der Deutschen Lufthansa hat am Montag bei der Pilotenvereinigung Cockpit (VC) die dreiwöchige Abstimmung über den Schlichterspruch begonnen. Die VC-Verhandlungskommission hatte der Schlichtungsempfehlung des früheren Außenministers Hans-Dietrich Genscher (FDP) vor eineinhalb Wochen zugestimmt. Zur Annahme des Schlichterspruchs ist eine Zustimmung von 50 Prozent der VC-Mitglieder notwendig. Ein Scheitern gilt als äußerst unwahrscheinlich. Die Abstimmung endet am 6. Juli. AP

Pilotenstreik bei Iberia

Die spanische Fluggesellschaft Iberia hat einen Tag vor dem Beginn eines Pilotenstreiks mehrere Flüge abgesagt. Wie das Unternehmen am Montag in Madrid mitteilte, handelte es sich dabei um Transatlantikflüge, die noch vor Beginn des Ausstandes starten, aber am Tag des Streiks landen sollten. Die 1 800 Piloten der früheren Staatslinie sind für diesen Dienstag dazu aufgerufen, für 24 Stunden die Arbeit niederzulegen. In den Monaten Juli und August plant die Pilotengewerkschaft SEPLA neun weitere Streiks von jeweils einem Tag. d pa

Polnische Piloten im Streik

Die Piloten der polnischen Fluglinie LOT haben am Montag zwei Stunden gestreikt. Mehrere Dutzend LOT-Maschinen blieben am Warschauer Flughafen Okecie auf dem Boden. Am Mittwoch kommt es zu einer weiteren Verhandlungsrunde zwischen den Piloten und dem LOT-Vorstand. Die Piloten verlangen, dass ihre Gehälter dem international üblichen Maß angeglichen werden. Das durchschnittliche Jahresgehalt der rund 300 LOT-Piloten beträgt nach Angaben der Piloten 25 000 Dollar (57 000 Mark), während das internationale Durchschnittsgehalt bei 150 000 Dollar liege. dpa

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