Internationaler Währungsfonds : Strauss-Kahn wird neuer IWF-Chef

Der frühere französische Wirtschafts- und Finanzminister Dominique Strauss-Kahn wird neuer Chef des Internationalen Währungsfonds. Er löst den scheidenden Rodrigo Rato ab.

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Neuer IWF-Chef: Dominique Strauss-Kahn. -Foto: AFP

WashingtonStrauss-Kahn setzte sich bei der Bewerbung um die Nachfolge des ausscheidenden Chefs des Internationalen Währungsfonds (IWF), des Spaniers Rodrigo Rato, durch, wie Diplomaten mitteilten. Neben Strauss-Kahn hatte sich auch der frühere tschechische Zentralbankchef Josef Tosovsky um das Amt beworben.

Der als "DSK" bekannte Dominique Strauss-Kahn gehört zu den beliebtesten Politikern in Frankreich. Nach der Niederlage seiner sozialistischen Partei bei der Präsidentschaftswahl sah er aber vorerst keine politische Zukunft für sich in der Heimat. Der Vorschlag für seine Kandidatur als Chef des Weltwährungsfonds kam vom luxemburgischen Ministerpräsidenten Jean-Claude Juncker, mit dem Strauss-Kahn gut befreundet ist.

Amtsübergabe im Oktober

Die Amtsübergabe von Rato an seinen Nachfolger ist für Ende Oktober geplant. Die Leitung des IWF liegt traditionell in der Hand eines Europäers, der Chefposten der Weltbank geht üblicherweise an einen US-Kandidaten.

Der Internationale Währungsfonds ist eine der mächtigsten Finanzorganisationen. Er wurde 1944 mit der Weltbank als Sonderorganisation der Vereinten Nationen in Bretton Woods (USA) gegründet. Sein Sitz ist Washington. Er überwacht weltweit die Finanzsysteme, um bei vorübergehenden Zahlungsbilanzproblemen von Regierungen oder bei drohendem Staatsbankrott einzugreifen. (mit AFP/dpa)

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