Wirtschaft : Internationaler Währungsfonds: Türkei erhält neue Hilfszusagen

Die Türkei und der Internationale Währungsfonds (IWF) haben ein neues Rahmenprogramm vereinbart, mit dem die wirtschaftliche Stabilisierung des krisengeschüttelten Landes fortgesetzt werden soll. "Dieser Rahmen soll die wirtschaftliche und finanzielle Stabilität wiederherstellen und den Prozess der Inflationsbekämpfung und der Haushaltskonsolidierung wieder aufnehmen", teilte der IWF am Montag in Ankara mit. Unter dem alten IWF-Programm zugesicherte Kredite im Volumen von gut sechs Milliarden Dollar, die nach der jüngsten Finanzkrise des Landes eingefroren wurden, könnten dem IWF zufolge schon bald wieder frei gegeben werden. Der türkische Finanzminister Kemal Dervis zeigte sich zuversichtlich, nun zusätzliche finanzielle Unterstützung aus dem Ausland mobilisieren zu können.

Im Kern zielt das neue Rahmenprogramm nach IWF-Angaben darauf ab, den türkischen Bankensektor zügig zu stabilisieren und die Staatsbanken neu zu strukturieren. Darüber hinaus soll die Inflation durch entsprechende geldpolitische Maßnahmen mittelfristig auf maximal zwei Prozent pro Monat gedrückt werden. Zudem soll die türkische Fiskalpolitik gestrafft werden, um einen Haushaltsüberschuss von 3,6 Prozent des Bruttoinlandsprodukt zu erreichen. Schließlich fordert das Programm gesetzliche und regulatorische Schritte, um die Privatisierung voranzutreiben. Die türkische Regierung hatte bereits in der vergangenen Woche angekündigt, die Privatisierung und die Banken-Kontrolle voranzutreiben. Dabei hatte sie unter anderem angekündigt, die Mehrheit an der türkischen Telekom-Gesellschaft Turk Telekom privatisieren zu wollen.

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