Wirtschaft : Internationaler Währungsfonds: Vize Fischer kündigt Rücktritt an

Der stellvertretende Direktor des Internationalen Währungsfonds (IWF), Stanley Fischer, hat am Dienstag seinen Rücktritt in den nächsten Monaten angekündigt. Nach knapp sieben Jahren im Dienst des IWF sei es nun an der Zeit, sich neuen Aufgaben zu widmen, sagte Fischer. Fischer war maßgeblich an den IWF-Programmen zur Bekämpfung der Finanzkrisen in Asien, Südamerika und Russland in den letzten Jahren beteiligt. Im vergangenen Jahr kandidierte er für den Posten des IWF-Direktors, zog seine Bewerbung aber schließlich zurück. Die Stelle wurde mit dem Deutschen Horst Köhler besetzt, nachdem der erste von der Bundesregierung vorgeschlagene Kandidat, Finanzstaatssekretär Caio Koch-Weser, von den USA abgelehnt wurde. Zwar spielte Fischer auch nach dem Start von Köhler eine zentrale Rolle im IFW. Mitarbeiter der Organisation berichten aber, dass das Verhältnis der beiden Männer gespannt sei. Während Fischer Länder, die in finanzielle Schwierigkeiten geraten waren, nach wie vor mit großzügigen Finanzhilfen unterstützen wollte, sprach sich Köhler hier für mehr Zurückhaltung aus. So soll Köhler die jüngsten Hilfen für die Türkei, die auf Fischers Konto gehen, hinter vorgehaltener Hand kritisiert haben. Fischers Nachfolger wird von Köhler ernannt.

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