Wirtschaft : Internet-Auktionshäuser wollen fusionieren

Die beiden Internet-Auktionshäuser Ricardo.de und QXL.com fusionieren. Dies gaben die Unternehmen am Dienstag in Hamburg bekannt. Mit mehr als 1,3 Millionen Mitgliedern sieht sich die künftige QXL-Ricardo plc mit Sitz in London an der europäischen Spitze. "Wir werden in 12 Ländern vertreten sein", berichtete der QXL-Vorstandsvorsitzende Jim Rose. Als Grund für den Zusammenschluss nannte er die ähnlichen Geschäftsstrategien und Produkte, die sich ergänzten. Die auf einem Aktientausch basierende Transaktion habe einen Wert von 1,1 Milliarden Euro. Sie solle bis Ende des Sommers abgeschlossen sein. Den Ricardo-Aktionären werden für eine Aktie 42,6 QXL-Aktien angeboten. Der Preis pro Aktie liegt bei 126,70 Euro und somit über dem Börsenkurs vom Dienstag, der bis zum Mittag im Xetra-Handel um 16 Prozent auf 116 Euro stieg. Rund 30 Prozent der ricardo-Wertpapiere sind nach Angaben des Mitgründers Stefan Glänzer in Streubesitz, 45 Prozent halten die Gründer, den Rest institutionelle Investoren. Nach Annahme des Angebots werde Ricardo.de aus dem Neuen Markt der Frankfurter Börse genommen, sagte Glänzer. Dafür komme QXL-Ricardo plc an den Markt; ob in Frankfurt oder London steht noch nicht fest.

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