Wirtschaft : Internet-Broker: Systracom startet an diesem Donnerstag

bfr

Internet-Brokern wie Consors, Comdirect und anderen erwächst neue Konkurrenz aus Berlin. Die Systracom Bank AG geht an diesem Donnerstag an den Start. Wie Vorstandssprecher Klaus-Peter Möritz mitteilte, richtet sich das Unternehmen in erster Linie an Privatanleger, die bereits Erfahrung mit Aktien gesammelt haben. Nach den Worten von Vorstandsmitglied Peter Klein dürfte die Zahl der Kunden im Internet-Brokerage von derzeit rund 1,6 Millionen in Deutschland auf knapp sieben Millionen Kunden im Jahr 2004 steigen. In diesem Wachstumsmarkt wolle Systracom bis Ende nächsten Jahres rund 100 000 Kunden gewinnen. Gelingen soll dies vor allem über den Preis: "Systracom bietet als einziger Internet-Brokler eine Flat Fee", erklärte Möritz. Jede Wertpapiertransaktion soll unabhängig vom Volumen 9,95 Euro kosten, ohne weitere Gebühren. Damit sei Systracom Preisführer, so Möritz. "Systracom versteht sich als Dienstleister für den Handel mit Aktien, Optionssscheinen, Rentenpapieren und Aktienfonds." Im Internet unter www.systracom.de könne man nicht nur Kurse, sondern auch Nachrichten rund um die Börse abrufen. Flankiert werde der Markteinstieg mit einer 20 Millionen Mark teuren Werbekampagne in Printmedien und im Fernsehen. Um seine Position zu stärken, geht der konzernunabhängige "Hauptstadt-Broker" eine strategische Partnerschaft mit der Hamburger Privatbank M.M. Warburg & Co ein. Weitere Partnerschaften, beispielsweise mit einem Versicherer, seien geplant, wobei sich die Partner jeweils an Systracom beteiligen - zusammengenommen jedoch nicht mit mehr als 40 Prozent. Mittelfristig will Systracom selbst an die Börse gehen. Im Aufsichtsrat sitzen der frühere Vorstandschef der Berliner Bankgesellschaft, Wolfgang Steinriede, Deutsche-Bank-Vorstandsmitglied Jürgen Krumnow und Ulrich Hocker von der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW).

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