Internet-Tauschbörse : BitTorrent verkauft künftig Filme

Die ehemals wegen Urheberrechtsverstößen verfolgte US-Software-Firma BitTorrent hat sich mit mehreren Film- und Fernsehstudios über eine kostenpflichtige Weitergabe von Videos im Internet geeinigt.

San Francisco - Ab Februar 2007 sollen Kunden von BitTorrent für Filme wie "Mission Impossible III" und US-Fernsehserien einen Kaufpreis oder Leihgebühren bezahlen, wie die Firma mitteilte. Die Höhe werde bis dahin noch bekannt gegeben. Die Filme sollen ab dem Tag abrufbar sein, an dem auch die DVD in den Handel kommt. BitTorrent arbeite künftig mit Unternehmen wie Paramount oder 20 Century Fox zusammen, um die Verletzung von Urheberrechten zu verhindern, erklärte das kalifornische Unternehmen weiter.

BitTorrent bietet seit 2001 eine Software an, die den kostenlosen Austausch von Dateien im Netz ermöglicht, auch von großen Dateien wie Videos oder Spiele. Die US-Filmindustrie hatte BitTorrent 2004 deshalb verklagt: Die Firma fördere das Raubkopieren. BitTorrent schloss daraufhin im Mai ein erstes Abkommen mit dem Warner-Studio über den Verkauf von mehr als 200 Filmen übers Internet, darunter "Harry Potter und der Feuerkelch". Die internationale Filmindustrie klagt über Umsatzeinbußen von sechs Milliarden Dollar (4,5 Milliarden Euro) allein im Jahr 2005, weil raubkopierte Filme im Internet angeboten werden. (tso/AFP)

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