Wirtschaft : Internet und Gobalisierung fordern die Volkswirtschaften

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Zehn Jahre nach dem Fall der Mauer sind auch für die weltweit führende Unternehmensberatung Andersen Consulting Grund genug, Bilanz zu ziehen und 578 Führungskräfte in Bulgarien, Tschechien, Estland, Ungarn, Lettland, Litauen, Polen, Rumänien, Slowakei, Slowenien und Ostdeutschland über die laufenden Entwicklungen zu befragen. Hauptergebnis einer einschlägigen Studie, die die amerikanischen Berater am Donnerstag in Berlin führenden Vertretern aus Politik und Wirtschaft präsentierten: Die kommenden zehn Jahre werden das Wirtschaftsleben in Mittel- und Osteuropa noch stärker verändern, als es in den vergangenen zehn Jahren ohnehin geschehen ist. Internet, Globalisierung, das allseits verfügbare mobile Kapital werden den Volkswirtschaften noch höhere Effizienz und Wettbewerbskraft abverlangen.

An den radikalen Umbruch in den neuen Bundesländern erinnerte Karl-Heinz Flöther, Sprecher der Geschäftsführung von Andersen Consulting, mit dem Verweis auf das Beispiel der Automobilproduktion in Eisenach: Produzierten zu Vorwendezeiten noch 9500 Personen im Jahr 70 000 Wartburgs, so werden heute in Eisenach 180 000 Opel jährlich von nur 2000 Mitarbeitern hergestellt. Die Relationen sprechen für sich und veranschaulichen den Vormarsch von technologischem Fortschritt, von Produktivität, professionellem Management und westlichen Direktinvestitionen. Zum Ausdruck kommt aber auch, wie sehr Arbeitslosigkeit und in der Folge soziale Probleme den Alltag im deutschen Osten belasten.

Andersen Consulting beschäftigt weltweit 65 000 Mitarbeiter und weist einen Umsatz von über acht Milliarden US-Dollar aus. Seit zehn Jahren ist das Unternehmen nach eigenen Angaben in Deutschland vertreten. Hier werden 2500 Mitarbeiter beschäftigt, in Berlin arbeiten über 100 Mitarbeiter.

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